solegno veröffentlichte etwas Neues
Hallo, ich bin Giovanna. Ich habe mich für den Grenzen setzen Kurs angemeldet. Meine Beziehung leidet gerade sehr stark darunter, dass ich das immer zu wenig gemacht habe. Nun habe ich auch eine Verbindung zur Bindungsangst erkannt und dass beides auch miteinander einher gehen kann. Was bei mir glaube ich der Fall ist. Ich wollte mal wissen, ob jemand einen Tipp hat, wie mein Freund nun mit mir und meinem Rückzugsbedürfnis(weil ich dann besser zur Ruhe kommen kann, keine Grenzen ziehen muss, keine Enge verspürr durch Erwartungen) klar kommen kann. Er ist sehr verständnisvoll, macht alles mit, ist aber mittlerweile auch sehr frustriert, weil es Zeit braucht und ich gerade sehr viel Rückzug benötige um nicht übereilt die Beziehung zu beenden. Er weiß das alles, aber die Frustration ist trotzdem oft da un dich glaube auch Trauer und/oder Wut, dass ich gerade sehr wenig für ihn und seine Bedürfnisse da sein kann.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrung und weiß, wie wir diese (hoffentlich) schwierige Zeit überbrücken können bzw. ich ihm trotzdem auch ein bisschen entgegen kommen kann?
Liebe Grüße und Danke
2 KommentareLiebe Giovanna,
danke, dass du so offen von deiner Situation berichtest. Es klingt, als hättest du in letzter Zeit schon einige wichtige Zusammenhänge über dich erkannt.
Was du beschreibst, erleben tatsächlich einige Menschen, die anfangen, sich intensiver mit ihren Grenzen und ihrem Bindungsverhalten auseinanderzusetzen. Gerade wenn man lange die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt hat, kann es zunächst so wirken, als würde das Pendel stark in Richtung Rückzug ausschlagen. Das ist für beide Seiten häufig eine herausfordernde Phase.
Besonders schön finde ich, dass du auch die Perspektive deines Partners im Blick hast. Es klingt so, als würde er sich sehr bemühen, dich zu verstehen, und gleichzeitig ist es vollkommen nachvollziehbar, dass bei ihm Frust, Traurigkeit oder auch Wut entstehen. Beides darf nebeneinander existieren: dein Bedürfnis nach Rückzug und seine Gefühle dazu.
Vielleicht haben andere aus der Community konkrete Erfahrungen oder Ideen, die euch geholfen haben. Mich würde interessieren:
Gibt es bei euch schon Absprachen darüber, wie dein Rückzug aussieht (z. B. wie lange oder woran dein Partner erkennt, dass es nichts mit Ablehnung zu tun hat)?
Gibt es kleine Formen von Verbindung, die sich für dich trotz des Rückzugs noch stimmig anfühlen, damit dein Partner sich nicht ganz ausgeschlossen fühlt?
Ich hoffe sehr, dass sich hier Mitglieder melden, die Ähnliches erlebt haben und ihre Erfahrungen teilen möchten. Ich wünsche euch beiden, dass ihr einen Weg findet, diese Phase gemeinsam zu gestalten.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
@annalenaa Hallo Annalena, danke für deine Antwort. Ich nehme das mit, dass wir da vielleicht eine Art Absprache treffen, könnte ich mir vorstellen, dass das gut ist.
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