Peter Lechner veröffentlichte etwas Neues
Ich möchte hier mal eine Theorie aufstellen und würde mich über die eine oder andere Meldung freuen. Ich komme auf die Theorie durch das Buch “Männer sind anders, Frauen auch”.
Frauen sind lange Zeit von Männern unterdrückt worden. Es war für uns Männer lange deswegen kein Problem da wir nicht über unsere Gefühle sprechen mußten oder auch sonst die Oberhand hatten. Mit der Emanzipation hat sich das allerdings geändert. Die Frauen steigen auf und wollen nun gerne dass wir über unsere Gefühle sprechen und nicht gleich unsere Handwerkermütze auspacken. Das funktioniert aber schlichtweg nicht, weil wir es nicht gelernt haben (was aber kein Grund ist), sondern weil unsere Gehirne anders funktionieren. Das mit den Gehirnen wurde mir auch so von meiner Psychotherapeutin bestätigt. Diese Abweichung führt nun zur Frustration bei den Frauen, aber auch bei uns Männern. Meine Therapeutin hat zu mir gesagt, es ist gut dass die Frau nach oben kommt, aber sie muss jetzt auch das Verständnis bekommen dass wir nicht einfach so geändert werden können. Wir können Euch z.B. gar nicht ändern, weil wir erstmal in unsere Höhle gehen und versuchen es alleine zu lösen und nur im Notfall fragen wir. Die Frau jedoch in ihrer Kommunikationsstruktur sucht sich lieber Rat bevor sie erstmal Stunden vor sich rumwurschtelt. So schnell oder so kommunikationsfreudig sind aber die meisten nicht von uns. Deswegen bedarf es erstmal ein Verständnis das die Frau und nicht so schnell mal umdrehen kann. Das ist nur meine Theorie und ich möchte niemandem zu Nahe treten oder sagen ein Geschlecht ist besser als das andere.
Es grüßt Euch
Peter
Annalena (Moderatorin), Jasmin (Moderatorin) und Paul1 KommentarLieber Peter,
Vielen Dank für deine Gedanken zu diesem Thema! Ich selbst habe das Buch zwar nicht gelesen, finde es aber grundsätzlich wichtig und wertvoll, zu verstehen, dass andere Menschen anders sind als man selbst. Dieses Bewusstsein kann eine Grundlage für gegenseitige Wertschätzung und Verständnis schaffen.
Es stimmt, dass wir alle verschieden sind, und dafür gibt es zahlreiche Gründe. Ich denke auch, dass Unterschiede zwischen Männern und Frauen häufig auf unterschiedliche Erziehung, Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen zurückzuführen sind. Diese prägen unser Verhalten und den Umgang mit Emotionen nachhaltig.
Beispielsweise zeigen wissenschaftliche Studien, dass Mädchen tendenziell eher zu nach innen gerichteten Symptomen neigen (wie Grübeln, Ängste, Depressionen oder das „In-sich-Hineinfressen“ von Problemen), während Jungen häufiger nach außen gerichtete Symptome zeigen (wie Suchterkrankungen, Aggressionen oder das „Auslassen von Problemen an der Umwelt“) – siehe z. B. diese Studie: https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1026//0942-5403.11.4.201. Das ist natürlich ein anderer Aspekt als der von dir beschriebene, zeigt aber ebenfalls, wie unterschiedlich Menschen mit Belastungen umgehen können.
Ergänzend dazu möchte ich ein interessantes Video zu den Unterschieden in der Gehirnstruktur von Männern und Frauen teilen: https://www.youtube.com/watch?v=xt2Bgkqk71I
Letztlich ist es so, dass Menschen lernen können, ihre Gefühle auszudrücken – sei es durch Gespräche oder andere Wege, etwa im Rahmen einer Therapie. Allerdings funktioniert das am besten, wenn es aus eigener Überzeugung geschieht und nicht durch den Druck anderer. Der Wunsch, andere verändern zu wollen, führt oft zu Widerstand. Stattdessen sollte es darum gehen, gemeinsam zu wachsen, sich zu reflektieren und einen Weg zu finden, mit dem beide (zum Beispiel in einer Beziehung) glücklich und zufrieden sind.Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀2