Eli veröffentlichte etwas Neues
Vorstellung
Hallo zusammen!
Ich bin Eli, 25 Jahre alt und Studentin. Ich komme ursprünglich aus Schleswig-Holstein, bin aber öfter mit meiner Familie umgezogen und wohne seit Beginn meines Studiums in Bayern.
Ich habe bisher leider wenig gute Erfahrung mit Männern gehabt. Ich hatte eigentlich noch keine richtige Beziehungen und befinde mich jetzt schon zum zweiten Mal in einer typischen “situationship dynamik”. In der Aktuellen befinde ich mich seit jetzt einem Jahr und habe von Anfang an darunter gelitten. Ständig an die Person gedacht, Situationen überdacht und mir irgendwas vorgestellt und innerlich unglaublich viel Unruhe verspürt. Ich habe das Gefühl oft einen Kampf zwischen Kopf und Herz, wahrscheinlich eher zwischen Sonnen- und Schattenkind, zu führen. Ich habe intellektuell so viel verstanden, schaffe es aber emotional noch nicht mich zu lösen.
Ich spüre überwiegend Trauer, sehr selten kommt die Wut.
Die Situation ist unglaublich frustrierend und ich weiß, dass sie mir nicht gut tut und ich eigentlich mehr verdient habe. Mein inneres Kind schreit aber, dass ich das brauche. Und dass diese Person die erste ist, die mir das Gefühl gibt von einem Mann gesehen zu werden. Das macht es für mich sehr schwierig mich davon zu lösen. Mir fehlt das Vertrauen darin, dass ich eine andere Person kennenlerne die mir Sicherheit gibt ohne das ganze Gefühlschaos und mich will, für mich.
Ich spüre dass insbesondere im Bezug auf Männer mein Selbstwert sehr gering ist.
Daher hoffe ich, dass ich hier einiges lernen kann 🙂
LG
Eli
Dijana, Nina-Ver und 3 others2 KommentareHallo Eli,
Ich bin jetzt fast 50 und behaupte, dass mein Selbstwert schon viel viel größer geworden ist. Mit Mitte 20 war das noch nicht so. Mit mehr Lebenserfahrung wirst Du sicherer und wirst wissen, was Du brauchst und was nicht. Das hat einfach etwas mit Erfahrung zu tun. Es nützt nichts, dass Dir das jemand sagt; selbst erleben, ist das Wichtigste.
Früher war ich sehr unruhig, konnte nicht alleine sein. Wollte täglich unterwegs und unter Leuten sein. In den letzten 13 Jahren habe ich genau das gelernt.
1Liebe Eli,
Was du beschreibst, klingt tatsächlich wie eine sehr typische Dynamik in „Situationships“, vor allem wenn gleichzeitig ein starkes Bedürfnis nach gesehen werden, Bindung und Sicherheit da ist. Dass du innerlich stark beschäftigt bist, viel grübelst und emotional zwischen Nähe und Schmerz schwankst, passt sehr gut zu einer Bindungssituation, die unklar ist und deshalb dauerhaft dein System aktiviert hält.
Dein Kopf hat die Situation offenbar schon gut durchschaut. Du erkennst, dass es dir nicht guttut und dass du eigentlich etwas Stabileres verdienst. Das Schwierige liegt, wie du selbst sagst, nicht im Verstehen, sondern im emotionalen Loslösen.
Dass überwiegend Traurigkeit da ist und Wut kaum zugänglich, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Wut wäre die Emotion, die eigentlich Grenzen und Distanz unterstützen würde. Wenn diese schwer zugänglich ist, bleibt man häufiger im Festhalten und im inneren Hoffen.
Ich denke, Viele die hier sind, können deine Gedanken und Gefühle teilen und der Kurs ist eine gute Möglichkeit daran zu arbeiten. Schön, dass du hier bist und diesen Weg mit uns gehen möchtest.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
2