• Roman veröffentlichte etwas Neues

      vor 3 Tagen

      Hallo zusammen

      Hab mich grad für den Kurs angemeldet…ich bin 51, meine Frau 44…seit 20 Jahren in Beziehung, 2 Kinder und Haus…unsere Beziehung fing schon mit Ambivalenz ihrerseits an, in den ersten 2 Jahren hat sie sich 2x getrennt. Mit den kindern kam Ruhe in Beziehung, spürte Verbundenheit, Sicherheit-keine Zweifel. Als Kinder älter wurden, vor 7Jahren, begann es wieder von vorne. Phasen, wo sie unsicher war, unsere Kompatibilität anzweifelte und teilw. mich stark verletzte mit Aussagen wie ich sei nicht anziehend, langweilig etc. In diesen Phasen völlige Distanz und sogar ausgesprochene Trennung. Danach bereute sie alles, ich sei genau richtig, wolle Beziehung mehr Wichtigkeit einräumen etc. So wechseln die phasen und immer, wenn ich denke es habe keinen Sinn mehr, sucht sie Nähe und investiert in beziehung. Schwierig für mich die Wechsel von Nähe und Verbundenheit zu Distanz und Kälte- ohne anzusprechen. Sehr oft höre ich die Aussage „ich brauche Zeit für mich“ wo ich dann das Gefühl habe, sie kürze nur bei mir…und dann macht sie immer wieder esoterische Kurse etc…

      War selbst schon in therapie, verschlang Bücher und hörte alle Podcast von steffi. Mir ist klar dass ich thema mit verlustangst habe und weiss, dass ich schon grosse schritte gemacht habe. Da sie nicht wirklich spricht muss ich für mich herausfinden, ob das eine gute Zukunft haben kann.

      Lea (Moderatorin) und christina_haupt
      6 Kommentare
      • Klingt für mich bei ihr nach einer Bindungsangst.

        Ich habe leider solche Partner auch kennen gelernt. Erst war alles wie auf Wolke 7 und dann auf einmal war alles zu viel .

        Ich hoffe, dass du Klarheit für dich findest .

        Alles liebe

        • Lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, wie bei mir die verlustangst mitspielt, glaub ich bei ihr die Bindungsangst. Sie weist das aber vehement ab…und so bin ich in spirale von hoffen und hoffnungslosigkeit gefangen.

          • Lieber Roman, es ist sehr gut, dass Du für Dich Dein Muster erkannt hast. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Deine Partnerin unter Bindungsangst “leidet”. Alle von Dir beschriebenen Verhaltensweisen und ihre Reaktionen deuten sehr darauf hin, dass ihr Muster dem einer Vermeiderin gleichkommt. Schade ist nur, dass sie es offensichtlich für sich (noch) nicht erkannt hat oder/und Angst davor hat, sich diesem Muster zu stellen, was nach meinem Kenntnisstand typisch für diese Menschen ist. Sie verletzt Dich, geht auf Distanz und kommt zurück, wenn sie das Gefühl hat, dass sie Dich doch braucht. Aber sie bestimmt die Dynamik, es ist kein Miteinander. Du wirst sie nicht ändern können und es hilft leider auch nicht, wenn Du der einzige bist, der Eure Beziehung zu retten versucht und Dich an ihre Dynamik anpasst. Du wirst Dich verlieren. Ich kann Dir dies aus eigener Erfahrung sagen, denn meine (Ex-)Partnerin folgt auch dem Muster der Bindungsangst und ich habe immer versucht, alles für die Partnerschaft zu tun, habe mich und meine Grenzen dabei aber verloren, weil ich das Problem nur bei mir gesucht habe. Es hilft auch nichts, es ihr zu sagen, denn letztlich muss sie es für sich reflektieren, annehmen und den Willen haben, in den “Heilungsprozess” zu gehen. Meine Empfehlung an Dich: Fokussiere Dich auf Dein Selbst und versuche, zunächst wieder innere Stärke und Ruhe zu finden und Deine Grenzen kennenzulernen. Du hast diesen Weg bereits begonnen und das ist die beste Entscheidung, die Du für Dich treffen konntest. Für Deinen Weg wünsche ich Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. Du bist damit nicht alleine!

              • Lieber Roman,

                diese Spirale aus Hoffnung, gefolgt von Hoffnungslosigkeit, hat mich mein Leben lang geprägt. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt einen klaren Schlussstrich gezogen habe, alles hinter mir lasse und nur noch nach vorne schaue.

                Ich möchte alles dafür tun, meine Muster noch besser zu erkennen, um solche Wiederholungen künftig zu vermeiden.

                Ich wünsche dir von ganzem Herzen das Gleiche, es ist nie zu spät!

                • Lieber Roman,
                  Das, was du beschreibst, ist emotional ziemlich fordernd. Diese wiederkehrenden Wechsel zwischen Nähe und Distanz können einen auf Dauer sehr verunsichern, selbst wenn man eigentlich schon viel an sich gearbeitet hat. Dieses Muster, Phasen von Zweifel, Abwertung und Rückzug bei ihr, dann wieder Reue, Nähe und Investition und dazwischen dein Versuch, Stabilität zu halten. Das erzeugt genau das, was du fühlst: ein ständiges „In-der-Luft-hängen“. Du kannst dich nie wirklich sicher fühlen, weil die Beziehung keine verlässliche Linie hat. Und wie du selbst schon andeutest: Du kannst ihre Ambivalenz nicht für sie lösen. Was du aber kannst, ist für dich klären, was diese Dynamik langfristig mit dir macht.
                  Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg.
                  Liebe Grüße
                  Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

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