• Roman veröffentlichte etwas Neues

      vor 4 Wochen

      Hil

      Versuchte nach Wochen der Distanz, wo ich nur auf Nachfrage wenn überhaupt Aussagen bekam von meiner Frau, sie habe Krise, brauche Zeit und Raum, sagt sie jetzt: sie sei richtig, sie werde sich nicht ändern, Distanzphasen würden zu ihr gehören. Sie zweifelt, dass es irgendwann stabil mit uns wird. Will zwar nach weg schauen, aber nur wenn sich das lohne. Das seien ihre bedingungen…wir sind seit 7 jahren in dem kreislauf und hatten zuvor eine längere nahe und gute phase. Ab und an spüre ich, dass es keine gute zukunft hat. Und dann zerfrisst es mich wieder und ich hoffe. Will/kann einfach den schritt nicht gehen. Sovieles ist doch besser geworden, wieso dieser massive Rückfall…bin dankbar für jede Hilfe und Unterstützung…

      Annalena (Moderatorin) und Doreen
      12 Kommentare
      • Lieber Roman,

        was du beschreibst, ist ein sehr typischer Kreislauf aus Nähe, Rückzug, Hoffnung und erneuter Enttäuschung, der emotional stark bindet und gleichzeitig zermürbt.

        Die Aussagen deiner Frau klingen im Moment relativ klar: Sie beschreibt Distanz als festen Teil von ihr und stellt infrage, ob es überhaupt dauerhaft stabil werden kann. Das ist keine diffuse Krise mehr, sondern eine ziemlich deutliche Benennung ihrer Grenzen und ihrer Bereitschaft.

        Dass dich das innerlich so zerreißt, ist verständlich, vor allem, weil es auch gute Phasen gab. Genau diese Mischung aus „es war auch gut“ und „es ist unsicher“ hält viele Menschen lange im System fest.

        Vielleicht ist die entscheidende Frage weniger, ob es früher besser war, sondern ob die Form von Beziehung, die sie real leben kann, grundsätzlich zu dem passt, was du für eine stabile Partnerschaft brauchst.

        Das klingt nach einer wirklich belastenden Situation und ich hoffe, du findest die Unterstützung und Hilfe, die du brauchst.

        Liebe Grüße

        Annalen aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

        • Hallo Roman,

          eure Dynamik kenn ich aus der anderen Perspektive. Lange haben wir diskutiert und geweint und Pläne für Veränderung gemacht. Mein Partner hat lange durchgehalten, aber ich musste es selbst verstehen, erkennen und akzeptieren. Dabei haben mir Stefanies Bücher geholfen und der Podcast. Dafür brauchte es aber meine Bereitschaft. Erst dadurch kommen wir in den Diskussionen entscheidende Schritte weiter und das macht Hoffnung. Aber dazwischen ist es hart und auch verständlich, wenn man das als Partner nicht begleiten will. Uns hat als Basis die gemeinsame Zielsetzung geholfen um den Weg weiterhin gemeinsam zu gehen.

          Ich drücke dir die Daumen, für eure beste Lösung!

          • @MiDD Liebe MiDD. Danke für deine Worte. Bin nun gar nicht sicher, ob sie mir Hoffnung machen oder mich eher in die Realität holen…Kannst Du ausmachen, was dich in diese Bewusstwerdung gebracht hat? Merke, nach 7 Jahren in diesem Kreislauf, all den Verletzungen und dem Gefühl, immer wieder alleine gelassen zu werden, schwindet meine Kraft, mein Wille und mein Mut…

            • @Roman Lieber Roman, die Bewusstwerdung kommt, seitdem die Kinder mich nicht mehr non-stop brauchen. In den Momenten, in denen mein Partner nicht zulässt, dass ich mich zurückziehe oder ablenke. Wir brauchen eine Ebene, in der wir uns ehrlich austauschen und das auf Augenhöhe. Diese Momente müssen wir uns im Alltag mit den Kindern erarbeiten. Das ist schwer und tut weh. Aber nur das sind die Momente, wo wir wirkliche Schritte vorankommen und Änderung entsteht. Zum Beispiel konnte er mir aufzeigen, welches Muster ich auf ihn angewendet habe und in welche Rolle ich dabei gefallen bin. Das habe ich erkannt, brauchte Zeit es zu verarbeiten und -teilweise- anzunehmen und dadurch haben sich Blockaden gelöst, es hat den Dialog wieder geöffnet und das Verhalten geändert. Wir sind leider auch noch mittendrin, aber noch dabei….ja, das kostet Kraft und auch der Wille wird auf die Probe gestellt…

              deswegen versuche ich das hier

              vielleicht ist das unsere Gelegenheit um daran zu wachsen =)

              Grüße. Mirjam

              • @MiDD Danke Mirjam. Fühlst du dich dann nicht angegriffen? Für mich und selbst nahe Familie ist das Muster so klar,aber sie sieht es nicht. Gab auch kurze Zeiten, wo sie es sah. Aber jetzt wieder völlige abwehr…sie ist normal und hat kein Bindungsproblem-dafür ich…ich hoffe ihr könnt den weg weitergehen und schritt für schritt in eine wunderbare Zukunft…du bist toll, dass du hinschaust und veränderst

          • Hallo Roman,

            Was du da beschreibst, kann ich so gut nachfühlen.

            Ich habe ähnliches erlebt. Wir waren insgesamt 2,5 Jahre zusammen. Zu Beginn war es absolut leidenschaftlich, dann ca 1 Jahr später, kam von heute auf morgen der totale emotionale Rückzug von ihm. Er war plötzlich ein anderer Mann. Wenn ich es ansprach, hab ich eine Abfuhr bekommen: ich soll keinen emotionalen Druck aufbauen, das würde es noch schlimmer machen.

            Die Zeit ging vorüber und es wurde wieder sehr schön oder zumindest besser. Er machte mir einen Heiratsantrag und ein halbes Jahr später heirateten wir. Nach 4 Monaten Ehe kam wieder dieser Rückzug. Er meinte nun auch, dass diese phase nunmal zu ihm gehöre. Er ist ausgezogen und letztendlich hat die Eheberatung für ihn die Beziehung beendet.

            Ich bin immer noch fassungslos. Ich kann es nicht verstehen, wie jemand so lieben kann und sich dann plötzlich so gegen die Beziehung wehren kann.

            Kannst du so weitermachen? Habt ihr gemeinsame Kinder?

            Liebe Grüße, Natascha

            • @Summer Liebe Summer…Sind seit 21 Jahren zusammen, 2 Kinder mit ASS auf niedriger Stufe, Haus, 2 Hunde und Katze….nicht einfach…vielleicht wär sie schon lange gegangen wenn die Verpflichtungen nicht wären…Zu Beginn hatte sie schon dieses Verhalten, trennte sich 2mal…dann mit Geburt der Kinder wie ausgewechselt und dann, als Kinder grösser waren hat es vor 7 Jahren sozusagen über Nacht wieder begonnen. Seit da auf dieser Achterbahn unterwegs- mal himmelhoch und glücklich und dann wieder ohne Auslöser auf Paarebene Absturz ins Bodenlose….Aber ja, mit jeder Phase wird mir klarer, dass ich es nicht ewig so schaffen kann und will. Wenigstens bin ich durch die Jahre und die Arbeit, die ich in mich gesteckt habe, mittlerweile bisschen fester im Stand und falle in diesen Phasen nicht mehr in schlaflose depressive Zeiten….

              Tut gut, verstanden zu werden….DANKE:-)

              • @Summer Wie lange ist das denn bei Dir her?

              • Hallo Roman,

                Bei mir ist es jetzt 7 Wochen her.

                Ich hab zwei Kinder (7,12), die immer bei mir leben. Er hat 3, welche im wöchentlichen Wechselmodell bei uns lebten. Durch meinen Beruf als Lehrerin hab ich auch die Hauptarbeit geleistet. Er ist selbstständig. Ich habe von Anfang an die Verantwortung für diese Kinder übernommen. Er ist damals relativ schnell mit seinen drei Kids bei mir eingezogen und ich dachte so: Wow, muss der mich lieben.

                Nach seinem erste Rückzug kurz nachdem er bei mir eingezogen war, kam er mit den Worten zurück: “Ich glaub, ich hab depressive Phasen und das nicht zum ersten mal. “

                Mit seiner Exfrau ist er erstmal immer in einer on-off-beziehung gewesen. Dann kam das erste Kind ungeplant.

                Er meinte bei den Schwangerschaften oder Geburten der Kinder, hätte er solche Phasen. Damals hat er wohl immer seinen Job gewechselt (alle 1-1,5 Jahre) bis er letztendlich selbstständig war und sein Fluchtventil “Jobwechsel” verloren hatte. Damals ging dann die Beziehung in die Brüche. Kurz darauf kam ich dann ins Spiel. Jetzt erst erkenne ich das Gesamtbild.

                Kurz vor der Hochzeit hat er mich noch dazu überredet, ein größeres Haus im selben Ort zu kaufen.

                Ich konnte zum Glück vor zwei Wochen wieder in mein Haus zurück. Seitdem schlaf ich einigermaßen durch. Trotzdem bin ich total erschöpft 😩

                Gerade jetzt am Wochen ging es mir wieder sehr schlecht.

                Wie alt waren eure Kinder, als diese Phasen wieder begonnen hatten?

                Hatte deine Frau auch während eurer guten Paarzeit als Eltern andere Ventile? Wie zeigt sich der Rückzug bei deiner Frau? Hat sie sich in den letzten Jahren nun gar nicht mehr getrennt oder trennen wollen von dir?

                Ich hoffe, es ist ok, wenn ich so direkt frage. Es tut sehr gut, mit jemandem zu reden der weiß von was man spricht.

                Ich hab viel über Bindungsangst in den letzten Wochen gelesen. Aber dass es sich so anfühlen und zeigen kann für mich als Partnerin…darauf konnte einen niemanden vorbereiten.

                • @Summer klar darfst du fragen…bin sogar froh, mit jemandem sprechen zu können der weiss, wie`s ist. Kinder waren so 6 und 8, sie hatte da wieder mit arbeiten angefangen. Ihr Rückzug kommt schleichend…und dann keine Gespräche mehr, bzw. nur über Alltag aber ohne Tiefe, Abwertung von meinen Meinungen, Kontakt zu Aussenstehenden wird stärker und idealisiert, keine Berührungen, vermeiden von gemeinsamer Zeit, vermeiden von Gesprächen über uns…Diesesmal zumindest keine bösen Verletzungen gegen mich, beim letzten Mal war die Rede ich sei unattraktiv, langweilig etc. und dann trennte sie sich klar- morgens auf der Fahrt zu der Psychotherapeutin unseres Sohnes wegen Elterngespräch. Da flossen dann meine Tränen und sie stellte mich als Problem da abhängig von ihr dar- was ich auch noch mitrug…Das erste Mal, wo ich sie nicht umstimmen versuchte…Tagsüber dann Absprachen wie wo was…Nachts hörte ich ihr weinen und morgens nahm sie schluchzend alles zurück- sie wolle das gar nicht. Zeigte Einsicht ihrer Bindungsangst und folgten richtig gute Monate…mal kleinere Rückfälle, aber Kurve gekriegt…bis jetzt, wo sie wieder seit wochen “weg” ist, Gespräche verweigert und sich mir und der Beziehung entzieht. Schaut heimlich Immoapps mit Wohnungen an, weiss nicht ob nur Phantasie oder Vorbereitung…Vor einigen Tagen sagte sie: Sie sei gut wie sie sei, mit ihr sei alles richtig. Sie verändere sich nicht- das sei ihre Bedingung und davon weiche sie nicht ab.Sie frage sich, ob wir mit unseren unterschiedlichen Bedürfnissen überhaupt je passen könnten…Sie wolle auch nach Weg suchen, aber nur wenn sich dieser lohne…

                  Hab gerade Video vom Kurs gesehen und sehe uns beide so klar- Steffi sagt, kaum Chance..müsste mich sofort trennen und schaffe es doch (noch) nicht…Vor zwei Wochen, als ich sagte ich wolle mit ihr das alles besprechen, meinte sie wir sollten das an Auffahrt machen, dazu brauche sie Entspanntheit und Ruhe. Seit da wart ich nun ab und halt mich zurück- glaub das entspricht ihr sehr, alles alleine mit sich auszumachen und kein Druck zu haben. Bin gespannt was am Donnerstag passiert. Ansprechen werde ich es wohl müssen…und übrigens: Eingeweihte, die uns gut kennen, sagen dass sie sich nie trennen wird..

                  Wenn Du magst, würd auch telefonieren…Oder weiterschreiben…würd Dir auch meine Adresse geben…aber hier ist auch ok…

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                  • …und Wechseljahre kommen von ihr auch immer wieder ins Spiel. Sie ist 44..

                • Lieber Roman,

                  ich würde sehr gerne mit dir weiterschreiben. Es gibt unglaublich viele Parallelen von ihr zu meinem Mann. Ich dachte echt, so etwas gibt es nicht nochmal!

                  Gib mir doch bitte deine Email-Adresse.

                  Liebe Grüße,

                  Natascha

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