Lea (Moderatorin) veröffentlichte etwas Neues
vor 4 Monaten (bearbeitet)
Willkommen zum Wochenimpuls
Wie bewusst nimmst du deinen Körper wahr, wenn du in deinem Alltag unterwegs bist? Diese Woche möchten wir den Fokus auf unsere Körperwahrnehmung legen, die oft ganz unbemerkt neben unseren Gedanken und Emotionen läuft. Tatsächlich ist sie ein entscheidender Teil unseres Erlebens und könnte uns so viel mehr unterstützen, wenn wir lernen, sie bewusster zu spüren und auszudrücken. Der neue Wochenimpuls lädt dich ein, deine Körperempfindungen besser wahrzunehmen und in Worte zu fassen.
Die Challenge:
🌟 Körperwahrnehmung üben
Nimm dir diese Woche einmal ein paar Minuten, um bewusst durch deinen Körper zu „wandern“. Wo spürst du gerade etwas? Ist es ein Kratzen, Pochen, Kribbeln, ein Druck oder eine Leichtigkeit? Es kann auch hilfreich sein, der Empfindung durch ein Bild Raum zu geben. Zum Beispiel: der Druck in deinem Brustraum, wie ein Ballon, der kurz vor dem Platzen ist.
Warum das wirkt:
Indem du lernst, deine Körperwahrnehmung präzise zu benennen und damit auch überhaupt erst zu spüren, wirst du nicht nur besser mit deinen Gefühlen und Gedanken in Kontakt kommen, sondern auch in der Lage sein, sie klarer zu kommunizieren.
So funktioniert’s:
Körperempfindungen spüren: Schließe die Augen, wandere mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper und spüre, was du dort wahrnimmst.
Begriffe finden: Versuche, deine Erfahrungen in Worte zu fassen. Welche Begriffe beschreiben am besten, was du gerade empfindest? Es könnten Worte wie „warm“, „fließend“, „angespannt“ oder „schwer“ sein. Finde die, die für dich am treffendsten sind.
Reflektieren: Denke darüber nach, wie diese Empfindungen mit deinen aktuellen Gefühlen und Gedanken zusammenhängen. Welche Körperbereiche sind stärker betroffen? Wie verändert sich deine Wahrnehmung im Verlauf des Tages?
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀Silke23, Sabine Patricia und Monika Bacher4 KommentareIch habe jetzt doch mal eine Frage, die mir irgendwie unter den Nägeln brennt und die ich einfach nicht gelöst bekomme. Ich habe am Montag am live-Event (online) teilgenommen und fand u.a. die Körperübung sehr gut, die wir am Anfang gemacht haben. Und finde überhaupt den Ansatz sehr gut. Nun stelle ich fest, dass ich nach Team-Sitzungen im beruflichen Kontext immer extrem verspannt bin (Rücken, Nacken), was mitunter zu starken Schmerzen führt. Migräneartige Kopfschmerzen, “Hexenschuss” (ich dachte schon, ich habe einen Bandscheibenvorfall und müsste mich operativ behandeln lassen). Auch habe ich vor und während der Sitzungen mitunter sehr starkes Herzklopfen, fühle mich total erschöpft und ausgelaugt, mir wird heiß. Ich möchte (und kann) diese Signale und Symptome nicht mehr ignorieren. Aber was kann ich tun? Soll oder muss ich mir tatsächlich einen anderen Job suchen?
1@sabine-patricia
Liebe Sabine,
wie gut und wichtig, dass du beginnst, diese Signale ernst zu nehmen und ihnen zuzuhören. Dein Körper spricht sehr deutlich mit dir. Gerade wenn wir über lange Zeit „funktioniert“ haben, übernimmt oft der Körper das Wort, weil die innere Stimme zu lange überhört wurde.
Die Symptome, die du beschreibst, klingen nach einem stark aktivierten Stress- und Alarmsystem. Häufig zeigen sich solche Reaktionen besonders in sozialen oder leistungsbezogenen Situationen wie eben Team-Sitzungen, in denen alte Muster anspringen: sich anpassen müssen, keine Fehler machen dürfen, sich beweisen, ruhig bleiben, obwohl innerlich viel los ist.
Ganz wichtig an dieser Stelle ist, dass du jetzt noch keine endgültige Entscheidung über einen Jobwechsel treffen musst. Dein Körper fordert dich zunächst zum innehalten, verstehen und regulieren auf.Das könnten mögliche nächste Schritte sein:
– Du kannst medizinisch abklären lassen, was abzuklären ist, um dich zu entlasten. Wenn klar ist, dass keine akute körperliche Ursache vorliegt, darfst du die Symptome als das sehen, was sie sehr oft sind: Stress- und Überforderungssignale.
– Erforsche, womit die Symptome zu tun haben könnten. Frag dich zum Beispiel (gern auch schriftlich): Was genau macht diese Sitzungen für mich so anstrengend? Welche Rolle nehme ich dort ein? Was glaube ich, leisten oder aushalten zu müssen? Was darf ich dort auf keinen Fall zeigen? Oft liegen hier alte Glaubenssätze wie „Ich muss funktionieren“, „Ich darf keine Schwäche zeigen“ oder „Ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste“.
– Dein Körper ist im Alarmmodus und du kannst ihn in dem Moment beruhigen. Kleine, regelmäßige Regulation kann viel bewirken durch bewusste Atmung vor und nach Meetings, kurze Bewegungseinheiten, Bodenkontakt (z. B. Füße spüren), Wärme oder auch bewusstes Dehnen.
– Manchmal geht es nicht sofort um „Job oder nicht Job“, sondern darum Grenzen sichtbar zu machen. Was könnte das bei dir sein? Pausen ernster nehmen ? Sitzungen reduzieren oder anders gestalten ? Klare Rollen oder Erwartungen klären ? Unterstützung einfordern?
Manchmal führt dieser Weg tatsächlich zu einer beruflichen Veränderung. Manchmal verändert sich erst der innere Umgang und plötzlich wird mehr möglich als gedacht. Beides ist okay.
Ich hoffe das hilft erstmal.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
Vielen Dank, liebe Annalena! Ich denke, medizinisch, also rein physisch (akut) liegt bei mir nichts vor, gerade im letzten Jahr war ich häufiger in Behandlung (zum Durchchecken), gerade weil die Symptome so massiv wurden. Insofern sind deine Impulse und deine Tipps superhilfreich für mich! Bereits beim Lesen haben sich in meinem Kopf erste Antworten und Erkenntnisse formiert. Ich bin nun selbst gespannt, welche Entscheidung am Ende stehen wird (und was mein Körper dazu “sagt”) – aber dein Feedback hat mich noch einmal ermutigt, überhaupt eine Entscheidung zu treffen 💗
1@sabine-patricia Das freut mich sehr zu hören und ich bin zuversichtlich, dass du aus den Reflexionen ganz viel gewinnen kannst! ☀
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