• Maddy veröffentlichte etwas Neues

      vor 4 Monaten

      Bindungsangst?

      Mein Thema ist wahrscheinlich “Bindungsangst”. Allerdings bin ich gerade oder schon länger sehr verunsichert und zweifele an mir und meiner Wahrnehmung. In meiner letzten Beziehung ging es drunter und drüber. Dort wurde mir Bindungsangst vorgeworfen, wobei ich selbst mich aber frage, ob ich eine ziemlich narzistische Persönlichkeit an meiner Seite hatte. Ich habe mich versucht zu reflektieren und viel gelesen/gehört. Argumente habe ich für beide Themen gefunden. Ich muss endlich Klarheit über mich haben, sonst werde ich die Unruhe in mir nicht mehr los.

      • Liebe Maddy,

        was du beschreibst, klingt nach einer verunsichernden Beziehungsdynamik. Es ist wichtig zu wissen, dass Bindungsangst oft situationsabhängig ist und nicht mit dir als Person, sondern mit euch als Paar zu tun gehabt haben könnte. Sollte die Person an deiner Seite narzisstisch gewesen sein, kann das das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung beeinflussen und zu Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und dem Gefühl ein “Problem” zu sein führen. Um Klarheit zu bekommen, hilft es, zu reflektieren: Wie ging es dir in anderen Beziehungen? Gab es Phasen von Nähe, die sich für dich gut angefühlt haben? Was war da anders?

        Liebe Grüße

        Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

        • @annalenaa Danke Annalena! Ich glaube, dass ich in anderen Beziehungen Phasen der Nähe hatte und sich gut angefühlt haben. In dieser neuen Beziehung war vieles anders und viel mehr Nähe und Verbindung. Mehr als ich in meiner Kindheit erfahren konnte. Es hat sich sehr erfüllend angefühlt. Mein Partner litt unter der Einsamkeit und wollte mehr Nähe und ein Zusammenziehen. Da wir jedoch in einer Fernbeziehung leben (ich habe mein eigenes Kind im Wechselmodell und will und kann noch nicht fest zu ihm ziehen). Die Unzufriedenheit darüber habe ich immer stärker gespürt, ich selbst bin an diesen 2 Leben aufrecht halten ziemlich zermürbt worden. Zwischendurch habe ich mich schon öfter zurückgezogen und wollte alles beenden, aber auch er. Wir fanden immer wieder zueinander. Ich glaube auch, dass wir zusammen etwas besonderes sind und mit seiner Nähe fühle ich mich ausgefüllt. Nur mein eigenes Kind hätte ich eben auch gerne dabei, jedoch würde es nicht mehr mit zu uns kommen… Es ist fast erwachsen und ich versuchte die Zeit zu überbrücken. Mit der Zeit fühlte ich mich aber schlecht mit dem Gedanken. Schuldgefühle in alle Richtungen sind entstanden. Ich glaube, dass es ein Problem – ein Glaubenssatz aus der Kindheit ist und ich dieses grundsätzlich eigentlich angehen müsste.

          • @Madl Liebe Maddy,

            man spürt sehr deutlich, wie nährend diese Nähe für dich war und wie groß die innere Zerreißprobe zwischen Partnerschaft, Muttersein und eigenen Grenzen geworden ist. Dass sich dabei Schuldgefühle in alle Richtungen entwickeln, ist sehr nachvollziehbar, besonders wenn frühe Erfahrungen von Nähe und Mangel mit hineinspielen.

            Es klingt, als hättest du lange versucht, allem gerecht zu werden. Kein Wunder, dass das zermürbt. Dass du den möglichen Glaubenssatz aus der Kindheit erkennst, ist ein wichtiger, achtsamer Schritt. Hier darfst du langsam hinschauen, in deinem Tempo. Schön, dass du diesen Raum nutzt, um das zu sortieren.

            Liebe Grüße

            Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

        • Danke Annalena! Ich glaube, dass ich in anderen Beziehungen Phasen der Nähe hatte und sich gut angefühlt haben. In dieser neuen Beziehung war vieles anders und viel mehr Nähe und Verbindung. Mehr als ich in meiner Kindheit erfahren konnte. Es hat sich sehr erfüllend angefühlt. Mein Partner litt unter der Einsamkeit und wollte mehr Nähe und ein Zusammenziehen. Da wir jedoch in einer Fernbeziehung leben (ich habe mein eigenes Kind im Wechselmodell und will und kann noch nicht fest zu ihm ziehen). Die Unzufriedenheit darüber habe ich immer stärker gespürt, ich selbst bin an diesen 2 Leben aufrecht halten ziemlich zermürbt worden. Zwischendurch habe ich mich schon öfter zurückgezogen und wollte alles beenden, aber auch er. Wir fanden immer wieder zueinander. Ich glaube auch, dass wir zusammen etwas besonderes sind und mit seiner Nähe fühle ich mich ausgefüllt. Nur mein eigenes Kind hätte ich eben auch gerne dabei, jedoch würde es nicht mehr mit zu uns kommen… Es ist fast erwachsen und ich versuchte die Zeit zu überbrücken. Mit der Zeit fühlte ich mich aber schlecht mit dem Gedanken. Schuldgefühle in alle Richtungen sind entstanden. Ich glaube, dass es ein Problem – ein Glaubenssatz aus der Kindheit ist und ich dieses grundsätzlich eigentlich angehen müsste.

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