Becca veröffentlichte etwas Neues
Achtsamkeit
Hallo zusammen,
ich möchte ein paar Gedanken mit euch teilen…
Mein Freund und ich kämpfen schon seit längerem um unsere Beziehung. Für mich ist sein Alkoholkonsum ein sehr belastendes Thema , da mich die Gefühle der Hilflosigkeit und des ausgeliefert sein an meine Kindheit erinnern. Er versucht seinen Konsum zu reduzieren schafft es aber nicht, er trinkt fast täglich. Wenn er getrunken hat ist er leicht reizbar, sodass ich wie auf Eierschalen laufen muss, damit es nicht zum streit kommt. Ich merke das ich das nicht mehr aushalte. Ich bin quasi innerlich nur auf der Flucht und versuche meine Haut zu retten. Ich möchte ihn aber auch nicht verlieren, aber mit soviel Alkohol habe ich mir mein Leben nicht vorstellt. Dennoch ziehe ich innerlich die Schutzmauern hoch. Das musste ich mal loswerden. Danke für eure Aufmerksamkeit.
Constance, Becca und Annalena (Moderatorin)4 KommentareHallo Becca,
Ich kann Dir zwar keinen Rat geben, vielleicht brauchst Du auch keinen, aber ich bewundere Deinen Mut und Deine Kraft. Hier zu sein und Dir Hilfe oder Unterstützung oder unterstützende Gedanken zu holen und es gleichzeitig auszuhalten. Zu wissen, dass Du nichts ändern kannst, und immer vor dem Unerwarteten auf der Hut zu sein.
In Deinem Inneren kennst Du bestimmt den nächsten Schritt. Wenn die Zeit dafür reif ist, wirst Du ihn machen. Ich wünsche Dir viel Kraft dafür.
Viele Grüße, Doreen
1Liebe Becca,
danke, dass du das hier so offen teilst. Man spürt beim Lesen sehr deutlich, wie erschöpft und innerlich angespannt du inzwischen bist. Dieses Gefühl, „auf Eierschalen zu laufen“, ständig die Stimmung des anderen mit im Blick haben zu müssen und innerlich auf Alarm zu sein, kostet unglaublich viel Kraft. Du bist nicht verantwortlich dafür, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren. Dass er reduzieren möchte und es nicht schafft, zeigt eher, wie stark die Dynamik inzwischen geworden ist. Veränderungen können nur nachhaltig sein, wenn sie wirklich aus eigener Verantwortung heraus passieren und oft braucht es dafür Unterstützung von außen.
Ich finde es sehr verständlich, dass deine Schutzmauern hochgehen. Das ist ein Versuch deiner Psyche, dich vor weiterer Überforderung zu schützen. Gerade Menschen mit belastenden Kindheitserfahrungen geraten sonst schnell in ein dauerhaftes Aushalten und Anpassen.
Danke für deine Ehrlichkeit!
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
1Hallo Becca,
Ohje, das kann ich so gut nachfühlen. Mein Mann hat auch mal zu viel getrunken (meinem Empfinden nach). Auch während meiner Schwangerschaft und auch noch, als ich kurz vor der Entbindung war. Durch viel Schimpfen und Kontrolle hat er es immer mehr reduziert und jetzt im Griff. Aber das ist schlimm mit anzusehen. Man fühlt sich so hilflos und co-abhängig, nicht wahr?
Du wirst sicher irgendwann merken: Das kann ich nicht weiter dulden.
Pass gut auf dich auf!
LG Barbara
1Liebe Becca,
ich habe in der Kindheit solche Gewalterfahrungen mit meinem Vater gemacht, der auch Alkoholoker war und später in meinen Beziehungen auch Männer angezogen die ein Alkohol Problem hatten. Eins ist mir klar geworden: Alkoholismus ist eine Krankheit und die braucht externe Hilfe. Wenn du es schaffst aus dieser Beziehung raus zu kommen wäre am Besten für dich. Glaub mir, niemand ändert sich über Nacht und trinkt nicht mehr!!!!!!! Nur wenn diese Person erkennt, daß sie ein Problem hat und hart an sich arbeitet!! Das können leider nur wenige Menschen denn es ist ein steiniger Weg aus der Sucht rauszukommen.
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