Doris_A veröffentlichte etwas Neues
Hallo zusammen
Ich heiße Doris, bin noch zwei Wochen lang 49 Jahre alt, ubd bin hier, weil ich mich mit dem Thema emotionale Abhängigkeit auseinandersetzen möchte.
Ich warbis vor 9 Jahren 11 Jahre lang in einer anfangs sehr glücklichen Beziehung und Ehe. Jedesmal, wenn wir uns begrüßt haben, war da einfach nur Freude und Zusammengehörigkeit. Wir hatten viele gemeinsame Pläne und Träume, haben uns immer zärtlich umarmt, kleine Geschenke gemacht, waren neugierig aufeinander, kurz, wir haben usn wirklich sehr geliebt. Dann bekam mein Partner eine Depression. Fortan war ich immer darauf bedacht, dass es ihm gut geht, dass wir Dinge tun, die ihm gut tun, und als er verreisen wollte (ohne mich, mit seinen Freunden), fand ich das selbstverständlich, da es ihm scheinbar gut tat. Auch als.er einen Job in einer anderen Stadt annahm, war ich noch voll und ganz auf seiner Seite und richtete mich nach ihm aus. Aber inir regte sich Unruhe. Ich bekam Herzklopfen, konnte nicht mehr gut schlafen, und schob das alles auf den Arbeitsstress. Für meinen Mann war ich immer noch fürsorglich da, und verlor mich selbst dabei immer mehr aus den Augen.
Als er mich dann verließ, war ich ein Jahr lang am Boden, hatte aber Gott sei Dank einen tollen Therapeuten, der den Fokus auf meine Stärken legte, und mir half, wieder zu mir zurück zu kommen. So eine symbiotische beziehung wollte ich nie wieder! Und so bekam ich dann einen Freund, der anfangs ganz klar sagte und auch lebte, dass er sich fest mit mir binden will, und ein Jahr lang war es auch sehr schön mit ihm. Dann begannen die Streits. Er fühlte sich ständig angegriffen, sah überall Kritik und Ungerechtigkeit. Schrie mich dann an, und zog sich hinterher zurück. Er zog sich auch zurück, nachdem.wir besonders schöne Momente hatten. Eigentlich zog er sich ständig nur zurück, und ich da hte, es liegt an mir, ich bin nicht lieb genug, ich bin eine nervige Ziege, die zu viel fordert. Also stremgte.ich mich noch mehr an, damit wir es schön miteinander haben. Nach fünf Jahren habe ich es endlich geschafft, aus dieser Verbindung auszubrechen, das liegt jetzt fast zwei Jahre zurück.
Und jetzt habe ich einen Mann getroffen, mit dem ich seit einem.halben Jahr zusammen bin, und merke, dass ich mich schon wieder von ihm emotional.beeinfluasen lasse. Wenn er sich einen Tag lang nicht meldet (weil er arbeitet), bin ich schon vollkommen unausgeglichen, und stelle die ganze beziehung infrage. Wenn er sich dann (immer sehr liebevoll) meldet, geht es mir wieder gut, und die Welt ist wieder in Ordnung.
Ich möchte gern ein etwas stabileres und auf mir selbst beruhendes emotionales Gleichgewicht aufbauen. Ich möchte unabhängig von ihm meinen Wert spüren und mich stark und schön fühlen, und allen Stürmen des Lebens gewachsen.
Annalena (Moderatorin), BiaD_94 und Schmetterling1 KommentarLiebe Doris,
was du beschreibst, ist sehr nachvollziehbar. Ich finde, man sieht in deinem Text etwas sehr Wichtiges: Du hast bereits enorme Entwicklungsschritte gemacht. Du erkennst Muster, kannst sie benennen und hast dich zweimal aus Dynamiken gelöst, die dir langfristig nicht gutgetan haben. Das schaffen viele Menschen erst sehr viel später oder gar nicht.
Mir fällt beim Lesen auf, wie stark du dich über Jahre auf das emotionale Befinden deiner Partner ausgerichtet hast. Du scheinst sehr feinfühlig zu sein, sehr loyal und bindungsfähig. Das sind schöne Eigenschaften, aber sie können problematisch werden, wenn das eigene innere Gleichgewicht davon abhängt, ob der andere gerade nahbar, zufrieden oder verfügbar ist.
Ich denke, dass du in dem Kurs viele wichtige Erfahrungen und Impulse mitnehmen kannst, die dir genau bei diesem Muster helfen können.
Schön, dass du hier bist!
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀