Mondschein veröffentlichte etwas Neues
Hallo!
Ich heiße Constanze und bin 41 Jahre alt.
Seit ein paar Wochen bin ich hier und mache den Kurs Das Kind in dir muss Heimat finden aber hab’ etwas gebraucht, bis ich wusste, was ich hier schreiben soll/will. Doch jetzt wird alles immer klarer. Auch, liebe Heike, weil du neulich eigentlich genau das geschrieben hast, was bei mir auch passt. Letzte Woche hab ich bei einer Stuhlübung in meiner Gruppentherapie auch mehr Kontakt zu meinem inneren verletzten Kind aufgenommen, es endlich besser “gesehen”. Ich wusste schon länger, dass es da ist und leidet/schreit und mich sogar schlecht laufen lässt, aber jetzt ist es irgendwie greifbarer. An meine Kindheit bis ungefähr 12 Jahre kann ich mich auch kaum erinnern, v.a. kaum an meine Eltern in der Zeit. Dabei spielen auch vererbte Traumata eine Rolle.
Mithilfe von einer Reha, tollen Ärzten, Steffis Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” und der Gruppentherapie hab’ ich das Gefühl, dass mein inneres Kind und ich langsam ruhiger werden. Und das Schöne ist, dass ich das auch im Umgang mit meinem Sohn merke. Er ist fast 10 und schon sehr präpubertär, was ziemlich anstrengend ist. Aber es gelingt mir schon öfter, akzeptierend und wohlwollend damit umzugehen…und auch mit mir dabei. Zumindest fällt es mir schon öfter auf. 🙂
Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass es besser wird und ich meine Kindheit usw. akzeptieren kann, aber jetzt wird es langsam anders. Daher: Habt alle Mut und danke für diese Plattform!
LG Constanze
Kathrin55 KommentareHallo Constanze,
Es freut mich wirklich, dass meine Geschichte bzw. das, was ich hier geschrieben habe, Dir in irgendeiner Weise den Mut/die Zuversicht gegeben hat, hier Deine Geschichte zu erzählen. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Ich bin seit Juli letzten Jahres auch in einer Gruppentherapie, weil ich im März letzten Jahres quasi zusammengebrochen bin. Ich habe über viele Jahre einfach funktioniert und meine Situation nicht in Frage gestellt. Ich habe sie hingenommen und weiter gemacht, wie das immer so war. Ich war für andere da, hab unterstützt, wo ich konnte, bis es nicht mehr ging.
Was mir aber bis dato nicht klar war, war, dass diese Eigenschaften und ich sag mal Charakterzüge schon in meiner Kindheit so geprägt worden und vor allem auch seitens meiner Eltern so (vor)gelebt wurde. Versagen aus welchen Gründen auch immer, gab es nicht.
Ich habe das Buch von Stefanie vor etwa 3 oder 4 Jahren mal angelesen und musste es nach etwa 20 Seiten weg packen. So sehr hat es mich widergespiegelt und so sehr hatte es mir damals schon gezeigt, dass vielleicht etwas im Argen liegt. Ich konnte mich damit nicht befassen, weil ich das Gefühl hatte, meine Eltern irgendwie zu “verraten”. Es gibt auch heute noch Momente, wo ich meine Eltern wie eine Löwin verteidige, wenn ich der Meinung bin, ihnen wird Unrecht getan, obwohl ich weiß, dass insebesondere mein Papa – aber völlig ohne böse Hintergedanken und vor allem unwissentlich – bei mir doch einiges “kaputt” gemacht hat.
Ich habe mein “Inneres Kind” Ende Januar “begrüßt” auch wenn mir unbewusst bewusst war, dass sie sich schon viel früher gezeigt hat, ich wollte sie nur nicht wirklich sehen. Das hätte nämlich geheißen, ich muss mich damit auch auseinander setzen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen guten Kurs und dass Du all das erreichst, was Du erreichen möchtest 😊
Liebe Constanze,
ich finde es wirklich sehr schön zu lesen, dass du im Kurs und durch die Kombination aus Reha, Therapie und Steffis Buch immer mehr Zugang zu deinem inneren Kind bekommst und spürbare Veränderungen bemerkst. Dass du die Verbindung zu deinem inneren Kind immer greifbarer erlebst und das positive Auswirkungen auf den Umgang mit deinem Sohn hat, zeigt, wie wertvoll dieser Prozess ist. Ich finde es unglaublich stark von dir, dass du schon jetzt in der Lage bist, akzeptierend und wohlwollend mit dir und deinem Kind umzugehen! Dein Bericht ist sehr ermutigend und ein wunderbares Beispiel dafür, dass Veränderung möglich ist, auch wenn es zunächst schwer und langsam erscheint. Danke, dass du das mit der Community teilst, das gibt sicher auch anderen Mut.
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie1Liebe Heike und liebe Lea,
vielen Dank für eure Kommentare und die lieben Worte. Sowas ist immer sehr ermutigend, zu lesen und motiviert zum Durchhalten und “Weitermachen”. Nicht weitermachen im Sinne von “Augen zu und durch”, sondern weitermachen mit der Auseinandersetzung mit einem Selbst, der eigenen Kindheit usw. Das ist echt nicht einfach und bei mir ist das auch schon ein jahrelanger Prozess gewesen. Nur wie gesagt, vor ca. einem Jahr hab ich endlich das Gefühl gehabt, es ändert sich was und auch ein Bewusstsein dafür, dass ich selbst über mein Leben etc. bestimmen kann – klar heißt das auch, dass man die Verantwortung für sich selbst hat, was nicht immer leicht ist, aber irgendwie auch ermutigend…
LG Constanze
Hallo Constanze,
Ich habe mir gerade deinen Beitrag durchgelesen.
Ich finde es großartig das du dich deinem inneren Kind stellst.
Wir alle tragen Narben aus unserer Kindheit, die uns daran hindern unser Leben frei und unbeschwert zu Leben.
Für deinem Sohn ist es ein Glücksfall dich als Mutter zu haben.
Ich wünsch Dir alles gute auf deiner weiteren Reise zu dir.
Schönen Abend und Liebe Grüße aus Kärnten
@MK1234 Hallo und ganz lieben Dank für deine lieben Worte! Das macht (mir) Mut, weiterzumachen. 🙂