Mariechen veröffentlichte etwas Neues
Hallo Miteinander,
Ich habe eine Frage zur Überanpassung.
Wenn ich mit anderen , meinem Mann eingeschlossen, Zeit verbracht habe, brauche ich danach und generell viel Zeit für mich allein. Da kann ich dann durchschnaufen und gefühlt sein wie ich bin. Ich nehme mal an, dass das die Überanpassung ist , die ich bei anderen praktiziere. Was kann ich konkret machen, dass sich das ändert.
Liebe Grüße Maria
2 KommentareLiebe Maria,
danke dir für deinen Beitrag. Ich kann das total gut verstehen, merke das selbst auch und wäre auch einer Hilfestellung oder einer Art Mantra hierzu interessiert, was man sich innerlich vielleicht selbst bewusst sagen kann.
Viele Grüße
Constanze
1Liebe Maria,
Wenn du in Gesellschaft – selbst mit Menschen, die dir nahestehen – unbewusst viel Energie darauf verwendest, dich anzupassen, auf andere zu achten oder dich zurückzunehmen, ist es ganz verständlich, dass dein Nervensystem danach Zeit braucht, um wieder bei sich selbst anzukommen. Ein erster wichtiger Schritt ist, überhaupt wahrzunehmen, wann und wie du dich anpasst. Frag dich zum Beispiel nach einem Treffen: Wo habe ich mich zurückgenommen? Habe ich meine Bedürfnisse oder meine Meinung aus Angst vor Ablehnung nicht geäußert? Oder war ich die ganze Zeit damit beschäftigt, auf die Stimmung der anderen zu achten?
Veränderung entsteht meist nicht dadurch, dass du dich von heute auf morgen gar nicht mehr anpasst. Viel hilfreicher ist es, im Alltag kleine Momente zu üben, in denen du bei dir bleibst – zum Beispiel deine Meinung auszusprechen, eine Pause einzufordern oder ehrlich zu sagen, was du gerade brauchst. Und noch etwas: Dass du Zeit für dich brauchst, muss nicht ausschließlich ein Zeichen von Überanpassung sein. Viele Menschen brauchen nach sozialen Kontakten einfach Zeit zum Auftanken. Entscheidend ist eher die Frage, warum du sie brauchst: Weil soziale Kontakte dich grundsätzlich viel Energie kosten – oder weil du währenddessen ständig über deine eigenen Grenzen gehst?Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie1