• Frank veröffentlichte etwas Neues

      vor einem Jahr

      Hallo zusammen,

      ich bin Frank, 61 und lebe in Kiel.

      Hmmm… gar nicht so einfach jetzt einen Anfang zu finden aber es gibt ja einen Grund, warum ich hier bin.

      Also, vor sechs Jahren ist meine Frau gestorben und seit dem lebe ich alleine. Die ersten 2 bis 3 Jahre habe ich gebraucht um alles zu verarbeiten und dahin zu kommen wieder positiv nach vorne zu schauen. Ich hatte viel Unterstützung in der Zeit, auch therapeutische und kann sagen, dass ich alles gut verarbeitet habe.

      Und so ist schon seit längerer Zeit das Leben schön und es läuft alles ganz gut oder sollte ich doch lieber schreiben, ich funktioniere gut? Ganz so schlimm ist es denn doch nicht. Ich habe viel Spaß in meinem Leben, Kinder und Enkelkinder die ich liebe, habe meinen Traumjob, Hobbys die mich beschäftigen. Und doch gibt es Zeiten, in denen all das nichts Wert ist, wenn ich alleine zu Hause bin und nur meinen eigenen Gedanken zuhöre.

      Irgendwann ich angefangen mich auf Partnerbörsen anzumelden, vielleicht klappt es ja. Und tatsächlich habe ich auch ausnahmslos tolle Menschen, tolle Frauen auf diesem Wege kennengelernt. Und von einer bekam ich dann mal einen Hinweis auf das Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden”. Habe ich Anfangs nicht verstanden, bis ich anfing in dem Buch zu lesen und dadurch mir selbst auf die “Schliche” kam.

      Zum einen glaube ich, ich muss mir die Liebe verdienen. Das war in meiner Kindheit so und hat sich wohl nie geändert. Ich kann mir offensichtlich nicht vorstellen, dass mich jemand mag, einfach so, wie ich bin. Also versuche ich schon vorher zu erahnen, was ich am besten als nächstes tun sollte oder wie ich als nächstes sein sollte. Aber das ist denn noch nicht alles. Wenn es denn dazu kommt, dass es klappen könnte, dass sich etwas entwickeln könnte, dann laufe ich weg.

      Also habe ich irgendwann aufgehört jemanden kennenlernen zu wollen und habe angefangen intensiv in dem Buch zu arbeiten. Vieles kann ich mir mittlerweile rational erklären aber ich fühle es einfach nicht. Es ist so, als ob ich selbst nicht an mich herankomme, geschweige denn jemand anderes.

      Und deswegen bin ich hier. Wie komme ich an mich selbst heran? Wie finde ich heraus, was ich möchte? Wie komme ich dahin, dass ich mich selbst wertschätze? Wie überzeuge ich mich selbst, dass ich gut bin, so wie ich jetzt bin?

      Und jetzt hoffe ich mal, dass ich nicht zu wirr geschrieben habe und ihr mir einigermaßen folgen könnt.

      Ich freu mich auf den Austausch mit euch und hab ein wenig schiss davor…

      Liebe Grüße

      Linda, Birgit Thaller und 4 others
      3 Kommentare
      • Lieber Frank,

        danke dir für deine ehrlichen und bewegenden Worte. Es braucht Mut, sich so offen mitzuteilen und genau dafür ist dieser Raum da. Schön, dass du da bist und deinen Weg mit uns teilst. Du sprichst Themen an, die viele hier sicherlich auf die eine oder andere Weise kennen. Ich bin sicher, dass dein Beitrag wertvolle Impulse setzt für dich und für andere.

        Fühl dich herzlich willkommen – und so wie du bist: genau richtig.

        Liebe Grüße
        Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

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        • Lieber Frank, du bist schon die ersten wichtigen Schritte gegangen. Glückwunsch dazu.

          Ich wünsche dir tolle Begegnungen mit dir selbst, die dir noch mehr Mut und Kraft schenken!

          Deine Worte haben mich bewegt und spenden sicherlich auch anderen Mut!

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          • Lieber Frank, ersteinmal vielen herzlichen Dank für deinen Mut, hier so offen zu sprechen. Ich kenne deine Situation sehr gut, auch ich bin verwitwet und seit dem auf der Suche nach mir und meinen Gefühlen. Es ist nicht leicht und braucht viel Geduld. Ich habe mich für den Kurs Das Kind in dir muss Heimat finden vor kurzem angemeldet und arbeite die Module ganz brav ab. Aber es nützt nichts, wenn man dabei nichts fühlt… wenn man keinen Zugang zu seinen Gefühlen bekommt. Dabei helfen mir positive Affirmationen, die ich aus meinen negativen Glaubenssätze in positive umgewandelt habe. Allerdings braucht es Zeit und tägliche Arbeit.

            Ich wünsche dir alles Gute, bleib geduldig, liebevoll mit dir und reflektiert!

            LG Kerstin

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