Monika und
Theo Deutschmann sind jetzt verbundenTheo Deutschmann6 KommentareHallo Monika. Entschuldige bitte dass ich mich erst jetzt melde. Ich war die beiden letzten Tage unterwegs nach Dänemark. Gestern Abend bin ich angekommen. Bin noch etwas müde vom langen Auto fahren. Darf ich dich fragen, wie du nach deinen „alten“ Mustern suchst? Auf der Fahrt hierher ist mir vieles durch den Kopf gegangen.
Ich habe vorher noch deine Begrüssung / Vorstellung gelesen. Mir geht es da ähnlich wie dir. Ich hab zwar keine narzisstischen Beziehungen hinter mir, aber war trotzdem mit sehr schwierigen Themen behaftet. Jetzt gehe ich so vor, dass ich versuche gerade diese Themen auf Glaubenssätze zu überprüfen. Da kommt schon einiges raus….
Hi Theo,
Naja ich versuche mich besser zu beobachten, um meine manchmal automatisch ablaufenden Gedanken- und Handlungsmuster zu erkennen. Zum Beispiel erschreckt es mich oft, wenn jemand fürsorglich ist und mir helfen will – einfach weil ich es gewohnt bin mich immer nur auf mich selbst verlassen zu können.. also versuch ich immer mehr, es auch mal zuzulassen und kucke wie “schlimm” und “bedrohlich” es sich dann wirklich anfühlt. Aber ich bin noch seeehr am Anfang 😉
1@monika-muc guten Morgen Monika, war gestern noch in dem Online Treffen zum Austausch. War noch ganz gut. Du warst nicht, oder?
Ich hab dir vorgestern noch geantwortet. Finde aber nicht mehr was ich geschrieben hab. Bin mit Desaster noch nicht so vertraut…. Hast du es evtl. Gefunden?
Guten Abend Monika.
Du fühlst dich alleine und hast dann aber bedenken wenn jemand fürsorglich ist? Das gehört doch irgendwie zusammen oder? Fürsorge und Autonomie? Fürsorge wäre dann wenn dich jemand unterstützen würde und du dich nicht mehr alleine fühlen müsstest. Autonomie wäre wenn dich die Person ernst nehmen würde und dir deine Entscheidungsfreiheit lassen würde. Also auf Augenhöhe mit dir kommunizieren würde. Zu theoretisch? Das Gefühl aber ist wichtig. Was du dabei hast.
Musst du denn den anderen immer helfen? Und die Fürsorge übernehmen?
Weist du ich bin glaube ich das Gegenteil 😊… Ich bin sehr fürsorglich. Aber ich bin auch gewohnt dass ich mich auf mich selbst verlassen muss. Auch das treibt einen in die Einsamkeit. Ich dachte lange… Ich kann gut alleine sein. Ich brauche niemand. Bis ich bemerkt habe … dass das wahrscheinlich eine Schutz Behauptung ist. Ich will nur nicht verletzt werden. Das bringt mich schon durcheinander.
Du bist a Anfang? Du bist auf dem Weg. Und das ist doch gut so. 😊
Hallo Theo, ich komm leider nicht so oft zum Schreiben, weil ich ziemlich eingespannt bin, beruflich und mit meinem Sohn als alleinerziehende Mutter, daher erst jetzt.
Zum Online Treffen war ich nicht, wollte aber auf jeden Fall mal an einem teilnehmen wenn es die Zeit erlaubt. Worum ging es denn?
Dein Thema klingt auch nicht einfach. Allein sein können heißt eben nicht allein sein müssen oder?
Hattest Du denn schonmal eine Beziehung in der Du das unter einen Hut bekommen hast?
Zu meinem Helfen-Thema: Ich hab die letzten Jahre glaub ich ganz gut gelernt, dass ich eben nicht immer für Gott und die Welt einspringen muss, auch wenn ich den Impuls oft noch habe. Eigentlich ist das Helfersyndrom sehr egoistisch.. weil man tut es um sich gebraucht zu fühlen! Geht also eher um einen selbst als um die anderen. Diese Erkenntnis hat mir geholfen das mehr und mehr abzulegen, denn egoistisch will ich nicht sein.
Viele Grüße und einen guten Wochenstart,
monika
1Guten Morgen Monika. Ich hab deine Antwort erst heute Morgen gesehen. Deshalb antworte ich erst jetzt. Hab das wohl mit der Technik noch nicht so ganz raus obwohl ich da sonst nicht so unbegabt bin…
also das kann ich mir vorstellen, dass du da sehr eingespannt bist. Ist dein Sohn noch sehr jung? und was für einen Job hast du denn? eine Leitungsfunktion? auch wenn nicht, dann ist dein Tag sehr ausgefüllt.
Das Online Treffen war noch ganz gut. man wird in Gruppen eingeteilt und in Virtuelle „Räume“ geschickt. wir waren 3 Personen. also kurz kam mal die Moderatorin dazu, aber sonst waren wir alleine. Vor der Moderatorin gab es nur eine Einleitung und am Schluss eine so Art Zusammenfassung. unsere Gruppe war wirklich gut. Thea (eine Rheinländerin) hat mit ihrer kommunikativen Art viel dazu beigetragen. es war noch ein Mann dabei (den Namen weiss ich nicht mehr) er hat vor 4 Wochen sich von seiner Partnerin getrennt und jetzt ist er sehr traurig und einsam. fast depressiv. Jeder hat so etwas von sich erzählt und die anderen haben Fragen gestellt und so entstanden Diskussionen. Ich glaube dass es bei den Treffen sehr darauf ankommt, mit wem man in der Gruppe ist. Anfang Oktober ist ja auch ein Online Meeting mit Stefanie Stahl. Da hab ich vor dazu zu kommen.
Also der Satz ist echt gut. „Allein sein heisst eben nicht allein sein müssen“.
1 mal war ich in einer Beziehung die sehr ausgeglichen war. Meine letzte Beziehung war dann wieder sehr schwierig. Wir waren ungefähr 10 Jahre zusammen und ca. 10 Jahre verheiratet. Vor 3 Jahren haben wir uns scheiden lassen. Diese Beziehung hat viel in mir ausgelöst. Ich bin mir etwas unsicher ob ich es dir schreiben soll, es ist doch sehr persönlich. Aber jetzt springe ich mal über meinen Schatten und versuche es….. (Kurzversion) wir waren ungefähr 1 Jahr zusammen, als ihr Sohn von einem Sexualstraftäter ermordet wurde. Das war so einschneidend, dass daraus eigentlich gar keine gute Beziehung hat entstehen können. Damals aber war ich wie blockiert. Im Nachhinein denke ich auch, dass ich mich nicht hätte trennen können, weil ich sie nicht hätte allein lassen können. (Heute würde ich es sicher anders angehen.) Es kamen schlimme Jahre. Aber nach 3-4 Jahren wurde es etwas besser. Nach ca. 7-8 Jahren kam es bei meiner damaligen Partnerin zu einem Zusammenbruch. Sie wurde psychisch krank. Hatte Wahnvorstellungen, Verfolgungswahn und Persönlichkeitsstörungen. Also Paranoide Vorstellungen. Durch Medikamente wurde es besser. Sie hat dann aber immer wieder die Medikamente abgesetzt. Ihre Wahnvorstellungen richtet sich vor allem gegen andere.Die letzten 5 Jahre gegen mich. Es wurde so schlimm, dass ich sie in eine Klinik bringen musste. Sie willigte allerdings nur ein, weil sie starke Panikattacken bekam. Die Paranoiden Zustände wurden aber nicht wirklich besser. Ich habe es dann nicht mehr ausgehalten und bekam auch gesundheitliche Probleme, und konnte mich dann entscheiden, so dass ich die Scheidung eingereicht habe. In dieser Beziehung war ich viel alleine. Nach der Scheidung habe ich mich sehr intensiv reflektiert und damit auseinander gesetzt, wie es dazu kam und was in mir passiert ist um dies so lange auszuhalten. Ich bin da schon sehr weit gekommen und habe viele Fragen für mich klären und auflösen können.
Ich wollte erst keine Beziehung mehr eingehen. Ich konnte es mir gar nicht vorstellen. Aber auch das bin ich angegangen und ich wünsche mir jetzt eine Beziehung. Ich glaube ich bin soweit, dass ich jetzt mehr auf mich achten kann. Jetzt hab ich aber genug von mir geredet…..
das Helfersyndrom hat, sicher etwas mit „man macht es vor allem für sich“ (unbewusst) zu tun. Altruistisch ist es sicher nicht. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es nicht einfach negativ ist. Es hat auch sicher damit zu tun, dass man geliebt werden will und Wertschätzung erfahren möchte. Aber sich auch vielleicht nicht vorstellen kann, dass man das so wird, ohne dass man etwas dafür tun muss. Gut wäre: Einfach nur deshalb weil „ich es Wert bin“. Was meinst du dazu?
Und ich denke es gibt auch einen Weg dazwischen, dass man emphatisch sein kann und sich trotzdem nicht aufgibt. Kennst du den Unterschied zwischen MITLEID und MITGFÜHL?
Beim Mitleid ist es so, dass man „mit – leidet“. Man ist dann nur im Leid und nicht mehr bei sich. Beim Mitgefühl ist es anders. Da fühlt man mit. Ist sehr emphatisch, kann aber noch bei sich sein. Sich abgrenzen. Das ist für mich so ein gutes Beispiel.
Du hast aber wirklich auch an dir gearbeitet!! Das merke ich schon. Geht es dir jetzt gut?
Was meinst du, können wir die Platform wechseln? Auf WhatsApp oder SMS oder anderes wechseln? Ich habe etwas mühe mit dem Schreiben im Online Forum. Wenn ich noch etwas einfügen will, dann löscht es mir einen ganz anderen Text als ich will und muss wieder von vorne anfangen.. oder lieber telefonieren? Wie du möchtest. Wenn nicht gib mir einfach Bescheid. Das ist auch ok.
Ich wünsche dir noch einen schönen, sonnigen Sonntag.
Ich schreibe dir einfach mal meine Nummer. 0041 79 4005040.
Bis bald. Theo