Francesca veröffentlichte etwas Neues
Ich habe eine Frage zu einer Situation neulich in meiner relativ jungen Beziehung (3 Monate):
Mir ging es psychisch nicht gut und ich hätte mir gewünscht, dass mein Freund über Nacht bei mir bleibt. Ich habe ihn auch gefragt, ob er bleiben will (allerdings nicht gebeten). Er kam aber von einer Reise und wollte lieber nach hause (was ich an sich verstehen kann, gleichzeitig war ich sehr enttäuscht, weil wir auch besprochen haben, dass es mir nicht gut geht und ich hoffte, er möchte mich so nicht alleine lassen).
Ich finde es so schwer, den anderen nicht einzuengen, zumal er ein “Freigeist” ist und nicht zu klammern, um ihn nicht zu “vertreiben” und dennoch zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen, wie kann das an dem Beispiel gelingen? Danke und LG Francesca
1 KommentarLiebe Francesca,
ich kann gut verstehen, dass du enttäuscht warst. In dem Moment hast du dir einfach Halt gewünscht, gleichzeitig wolltest du ihn aber auch nicht bedrängen. Ich finde, das zeigt schon, dass dir seine Freiheit wichtig und bewusst ist und du gleichzeitig auch deine eigenen Bedürfnisse ernst nimmst – schon eine sehr reflektierte Haltung.
Hilfreich könnte es sein, deine Gefühle ohne Vorwürfe zu teilen, z. B.: „Mir ging es schlecht, und ich hätte mir sehr gewünscht, dass du bleibst. Ich verstehe, dass du müde warst und nach Hause wolltest – trotzdem war ich traurig, weil ich mich allein gefühlt habe.“ So machst du dich sichtbar, ohne Druck aufzubauen.
Gleichzeitig könnte es wertvoll sein, auch bei dir selbst anzusetzen: zu schauen, wie du dir in solchen Momenten Halt geben kannst, damit nicht alles von der Reaktion deines Partners abhängt. Andere können uns zwar unterstützen, aber nicht die volle Verantwortung für unser Wohl übernehmen. Beides – kommunizieren und dir aber auch versuchen selbst mehr Stabilität zu schenken – wäre daher mein Vorschlag für einen guten Umgang mit dieser Situation.
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀