Francesca veröffentlichte etwas Neues
Liebe Community, hat jemand von Euch Lust, dass wir uns untereinander zum Thema Verlustangst (in partnerschaftlichen Beziehungen) austauschen ? Falls ja freue ich mich auf Nachrichten.
Oder habt ihr Therapeuten noch einen Tipp zu weiteren Kursen zu diesem Thema?
Ich bin Francesca, 50 Jahre alt, eigentlich sehr erfahren und souverän (nur nicht in Liebesbeziehungen) und ich bin neu in einer Beziehung, wo genau die alten (unguten) Muster wieder aktiv werden, ich habe grosse Verlustangst und merke, dass ich damit aber mich und die neue Beziehung belaste (am meisten mich selbst)…LG
3 KommentareLiebe Francesca,
vielen Dank für deine Offenheit und dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Verlustangst in neuen Beziehungen kann sehr belastend sein – und gleichzeitig ist es ein Thema, das viele kennen.
Damit ich dir eine passende Empfehlung zu weiteren Kursen oder Angeboten geben kann, wäre es hilfreich, ein bisschen mehr über deine Situation zu erfahren:
Hast du deinen Kurs “Beziehungen auf Augenhöhe” schon gestartet und wie weit bist du darin?
Welche Erfahrungen oder Methoden haben dir bisher schon geholfen – oder vielleicht auch gar nicht?Was bedeutet Verlustangst für dich und wie äußert sich diese bei dir?
Falls du diese Fragen lieber nicht hier im Forum beantworten möchtest, kannst du dich auch direkt per Mail an unseren Customer Support wenden: info@stefaniestahlakademie.de. Dort kannst du deine Situation in Ruhe schildern und wir schauen gemeinsam, welche Angebote dich am besten unterstützen könnten.
Herzliche Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀Liebe Annalena, vielen Dank für diese Nachricht und für mich ist es schon ok, hier auf der Plattform zu schreiben.
Falls ihr weitere professionelle Tipps für andere Unterstützungen zum Thema Verlustangst habt freue ich mich.
Ich bin 50J alt, arbeite selber im therapeutischen Bereich (was mir aber bei mir selbst nicht hilft) und bin bei Modul 5 im Kurs Beziehungen auf Augenhöhe. Das Buch “das Kind in Dir muss Heimat finden” habe ich gelesen. Ich merke nur, dass ich es auf einer emotionalen Ebene nicht schaffe, mein verzweifeltes “inneres Kind” zu trösten, auch wenn ich es rational alles herleiten und verstehen kann. Ich weiss, wo die Trigger sind und wo die Angst herkommt, aber ich bin zu verkopft glaube ich und schaffe es nicht, mich zu trösten/beruhigen, wenn die Angst kommt (neuer Partner, es reicht schon, wenn er sich nicht meldet, mit anderen ausgeht o.a., nur wenn er bei mir ist und ich mir seiner “sicher” bin gehts mir gut, bei Distanz gerate ich in Angst und depressive Zustände. Wohlgemerkt war ich vorher 2 Jahre Single und im letzten Jahr alleine hatte ich eine richtig gute innere Ruhe gefunden, die nun wie in Luft aufgelöst ist).
Ich wirke nach aussen sehr selbstbewusst, habe einen anspruchsvollen Job, viele Freunde, diese Ängste treten wirklich in Liebesbeziehungen auf.
LG Francesca
Liebe Francesca,
ich klinke mich mal in die Unterhaltung ein: Das, was du beschreibst, höre ich sehr oft: Rational hast du schon sehr viel verstanden, aber emotional und auch körperlich ist es noch nicht verankert. Und genau an der Stelle ist es dann ganz wichtig weiter anzusetzen – nicht nur zu wissen, woher die Angst kommt, sondern sie auch auf einer tieferen Ebene regulieren zu können. Es ist auch völlig normal, dass das nicht sofort klappt. Sei also bitte auch gütig und geduldig mit dir selbst. Veränderung braucht Zeit und Wiederholung. Du schreibst ja selbst, du bist noch neu in der Beziehung und hast davor schon gut deine innere Ruhe gefunden. Jetzt verändert sich viel und du musst diese Ruhe erst wieder finden. Beziehungen aktivieren alte Muster besonders stark. Dass du das wahrnimmst und reflektierst, ist bereits ein wichtiger Schritt.
Hilfreich kann sein, stärker mit dem Körper zu arbeiten, um aus dem reinen „Zerdenken“ herauszukommen. Vielleicht magst du mal ausprobieren:
Atemübungen: bewusst in den Bauch atmen, die Ausatmung verlängern, um dein Nervensystem zu beruhigen.
Berührung: eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch legen und dir innerlich etwas Tröstendes sagen.
Bewegung: kurze körperliche Aktivität wie Schütteln, Tanzen oder Spazierengehen kann helfen, angestaute Anspannung abzubauen.
Auch kleine Rituale im Alltag, die dir Sicherheit geben, können wertvoll sein, wenn die Angst in Beziehungen hochkommt. Hast du es schon mal mit Trancereisen versucht?
Dass diese Dinge dann in den besonders Angstbesetzten Situationen vielleicht nicht gleich funktionieren, ist auch in Ordnung und normal. Gib dir und deinem Körper Zeit und hab Vertrauen in deine Stärke!
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀