Francesca veröffentlichte etwas Neues
Liebe Therapeutinnen, ich habe eine Frage zu Modul 5 (Beziehungen auf Augenhöhe).
Mir fällt zu meinem negativen Glaubenssatz “ich genüge nicht” bzw. “ich bin nicht liebenswert” beim besten Willen kein positiver Nutzen ein, zumal ich mich schon immer wieder in Beziehungen begebe, diese also nicht mit diesem Satz als “Entschuldigung” vermeide…
Aber die Sätze behindern mich in Beziehungen stark (iS von Eifersucht, Verlustangst), was kann da der positive Nutzen sein..?
Danke und LG Francesca
2 KommentareLiebe Francesca,
Oft ist der „positive Nutzen“ eines negativen Glaubenssatzes nicht direkt sichtbar. Er liegt meist darin, dass uns der Satz scheinbar schützt oder uns hilft, mit schwierigen Gefühlen umzugehen. Zum Beispiel könnte hinter „ich genüge nicht / ich bin nicht liebenswert“ ein unbewusster Nutzen stecken wie:
Kontrolle behalten: Wenn ich selbst schon davon ausgehe, dass ich nicht genüge, dann bin ich innerlich auf Ablehnung vorbereitet und werde weniger überrascht oder verletzt, wenn sie tatsächlich passiert.
Nähe sichern: Manche Menschen versuchen (oft unbewusst), durch Eifersucht oder Verlustangst Nähe herzustellen – weil der Glaubenssatz sie in Alarmbereitschaft hält und sie alles tun lässt, um die Beziehung nicht zu verlieren.
Selbstschutz: Der Satz hält einen davon ab, sich völlig zu öffnen oder sich verletzlich zu zeigen, auch wenn das paradoxerweise gleichzeitig Nähe erschwert.
Das heißt: Der Nutzen ist nicht „gut“ im eigentlichen Sinn, sondern eine Art Notlösung, die dir früher vielleicht geholfen hat, in Beziehungen klarzukommen oder dich innerlich zu stabilisieren. Jetzt, in deiner aktuellen Situation, merkst du, dass er dich eher blockiert als schützt.
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
1Liebe Annalena, danke, das trifft es sogar sehr, stimmt. danke…LG
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