Francesca veröffentlichte etwas Neues
Ich habe eine Frage an die Psychologinnen (Kurs Beziehungen auf Augenhöhe):
Ich weiss nicht, ob “nur” meine grosse Verlustangst (kenne ich von früher) in meiner frischen Partnerschaft das Problem ist oder ob ich mir meinen aktuellen Partner unbewusst evtl. auch deshalb ausgesucht habe bzw. mich in ihn verliebt habe, weil mein “Schattenkind” gewohnt ist, um Liebe zu kämpfen.
Er ist zu mir sehr liebevoll, aber gleichzeitig ein Freigeist, er ist sehr viel unterwegs und auf Partys, auch mit vielen anderen Frauen unterwegs etc, was meine Verlustangst (mein Thema) noch mehr triggert..
Ich versuche ihm momentan NICHT zu zeigen, wie mich sein “lifestyle” stört, wie es mich stört, dass er so Party macht und so oft andere Frauen/diverse Freundinnen trifft (Treue haben wir uns zumindest zugesagt erstmal), damit ich nicht klammere und ihn nicht vertreibe
– aber ignoriere ich so nicht meine Bedürfnisse/Grenzen? A
LG Francesca
Svetlana Kovatchev2 KommentareLiebe Francesca,
vielen Dank, dass du deine Situation so offen schilderst – das ist ein sehr wichtiges und auch mutiges Thema.
Es ist ganz verständlich, dass dich der Lebensstil deines Partners triggert. Einerseits versuchst du, nicht zu klammern – andererseits fragst du dich, ob du dabei deine eigenen Gefühle und Grenzen übergehst. Genau dieses Spannungsfeld kennen viele Menschen: Wie bleibe ich mir selbst treu und gleichzeitig in Verbindung mit meinem Partner?
Eine gute Leitfrage kann sein: Wo handle ich gerade aus meiner Angst heraus und wo stehe ich wirklich für meine Bedürfnisse ein?
Es könnte hilfreich sein, beides klar voneinander zu unterscheiden. Denn deine Verlustangst darf gesehen und ernst genommen werden, und gleichzeitig hast du ein Recht auf bestimmte Werte und Grenzen in einer Beziehung.
Vielleicht magst du für dich einmal aufschreiben:
Welche Bedürfnisse habe ich in einer Beziehung, die wirklich zu mir gehören (z. B. Verlässlichkeit, gemeinsame Zeit)?
Welche Ängste kommen aus alten Verletzungen und dürfen mitfühlend beruhigt werden?
So kannst du Schritt für Schritt prüfen, was du deinem Partner mitteilen möchtest – nicht als Vorwurf, sondern als ehrliches Teilen deiner Bedürfnisse.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀Vielen lieben Dank
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