Dalue22755 veröffentlichte etwas Neues
Welche Zeit sollte ich mir zwischen den Modulen und Komponenten nehmen? Da ich in Rente bin, habe ich sicherlich mehr Zeit. Ich stelle fest, daß ich erst alles wissen möchte, da in mir Fragen auftauchen und dann erst üben will, ob das sinnvoll ist? Oder einmal durch und dann mit mehr Zeit nochmals alles angehen? Oder erst wenn das eine gefestigt ist, weitermachen? Leider habe ich niemanden zum Üben. Ich bin im Moment in etwas verwickelt, wo ich kommende Woche schnell klare Grenzen setzen muss. Ich bin da gerade etwas unsicher wie ich es machen sollte! Kurzfassung…eine 5 köpfige Musikgruppe, eine Neue kam hinzu und sie ist so negativ mit Schwarzer Wolke um sich, sodass ich nervös werde wenn sie kommt und Herzrasen bekomme, sodass ich nicht mehr spielen kann. Ich schaffe es nicht zur Probe zu gehen. Zusätzlich ist diese Person unsortiert und ohne Respekt gegenüber uns Spielern. Keiner traut sich was zu sagen, da die alten Glaubenssätze wirken. Nur ich bin diejenige die es ansprechen muss. Ich bin gerade auf einer Gradwanderung. Und jetzt?
Schmetterling, Esperanza und PinkHibiscus2 KommentareHallo!
Danke, dass du das so ausführlich schilderst. Ich gehe einmal Schritt für Schritt darauf ein:1. Tempo im Kurs
Es gibt kein richtig oder falsch, aber drei Dinge helfen erfahrungsgemäß sehr:
(a) Einmal komplett durchgehen
Erstmal einen Überblick bekommen, ohne Druck, alles sofort können zu müssen.
(b) Dann gezielt vertiefen
Danach die Module, die dich besonders berühren, noch einmal in Ruhe wiederholen und erst dann ins Üben gehen.
(c) Nicht erst alles wissen müssen
Der Wunsch, „erst alles zu verstehen, bevor ich übe“, ist typisch, er schützt vor Unsicherheit. Aber wirkliche Veränderung entsteht erst im Tun. Du darfst also parallel lernen und üben, auch in kleinen Schritten.2. „Ich habe niemanden zum Üben“
Das ist okay. Viele Übungen funktionieren auch allein: über innere Dialoge, schriftliche Reflexion oder kleine Verhaltensschritte im Alltag. Und: Wir haben genau dafür unsere Live Events. Morgen findet unsere Austauschrunde statt, hier geht es genau darum, dass du dich mit anderen Austauschen und üben kannst. Diese Events finden wöchentlich statt.3. Deine aktuelle Situation in der Musikgruppe
Das ist kein kleines Thema. Du reagierst körperlich stark (Herzrasen), was zeigt, dass ein sehr altes Muster getriggert wird. Hier ein paar Orientierungshilfen:
(a) Deine körperliche Reaktion ernst nehmen
Dein Körper zeigt ganz klar: So geht es für dich nicht weiter.
Das ist kein „Anstellen“, sondern ein Alarm, der dich schützen möchte.
(b) Du musst nicht die ganze Gruppe retten
Es ist nicht deine Aufgabe, dass andere sich wohlfühlen, Konflikte vermeiden oder „den Laden zusammenhalten“.
(c) Sag, was du brauchst, nicht, was sie falsch macht
Eine faire, klare Grenze könnte so aussehen: „Ich merke, dass mich die Stimmung und der Umgangston in letzter Zeit sehr belastet. Ich brauche beim Musizieren Ruhe, Respekt und Klarheit. Wenn das nicht möglich ist, muss ich für mich eine Pause einlegen.“ Du greifst niemanden an, aber du machst deine Grenze klar.
(d) Du darfst auch Nein sagen, ohne eine Lösung anbieten zu müssen
Manchmal ist der erste Schritt einfach: „Ich komme heute nicht, es tut mir gerade nicht gut.“ Grenzen setzen fühlt sich am Anfang nicht gut an, aber es ist das Richtige.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Woche.
Liebe GrüßeLea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
2@Lea Liebe Lea, ganz ganz herzlichen Dank für lange Antwort und für die ausführliche Beantwortung. Ich werde sicherlich meinen Rhythmus noch finden. Mit 70 ist es vielleicht auch nicht ganz so einfach, da ist man schon etwas “eingefahrner” mit seinen Glaubensätzen. Die strenge Erziehung macht sich sehr bemerkbar. Herzliche Grüße ❤️
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