Sortieren nach:
  • Cornelia veröffentlichte etwas Neues vor 9 Monaten

    vor 9 Monaten

    Hallo zusammen, ich bin Cornelia, 44 Jahre alt. Heute morgen habe ich den Mobbing-Kurs gelegt. Derzeit belastet mich das Verhalten meiner direkten Kollegin sehr. Ich dachte lange Zeit: “Das bildest du dir nur ein.” “Hab ich sie irgendwie verärgert?” “Das wird schon wieder.” “Ist das schon Mobbing? Es sind ja keine fiesen Attacken, die sie gegen mich richtet, sondern einfach nur ignorieren, ausweichende oder böse Blicke, nur das Nötigste auf Zetteln kommunizieren, den Raum verlassen, in dem ich auch bin. Arbeitsabläufe ohne gemeinsame Absprache verändern. u.a.” “Wahrscheinlich bin ich einfach überempfindlich” “Wenn ich weiterhin freundlich bleibe und nicht auf ihr abwertendes Verhalten reagiere, lässt sie es schon wieder bleiben.” Aber je mehr ich meine Gefühle in mich reingefressen habe, umso schlechter ging es mir. Bisher habe ich keinen Grund für ihr Verhalten genannt bekommen. Ich fühlte mich immer kleiner, unsicherer, misstrauischer. Nun bin ich schon eine Weile krank geschrieben, weil ich nicht mal mehr meiner eigentlichen Arbeit, die ich eigentlich sehr gern mache, nachgehen kann (Burnout).

    Ich hoffe, dass ich mit dem Kurs meinen Mut wiederfinde, meine Grenzen zu behaupten und mich endlich gegen dieses Mobbing wehren zu können. Noch will ich nicht aufgeben.

    Svetlana Kovatchev
    2 Kommentare
    • Liebe Cornelia,
      was du beschreibst, klingt für mich sehr belastend. Es ist eine verständliche Reaktion, dass du dir lange eingeredet hast, „vielleicht überreagiere ich“. Genau das ist typisch, wenn subtile, passive Formen von Mobbing oder Ausgrenzung auftreten. Ignorieren, abwertende Blicke, das bewusste Vermeiden von Kontakt oder die Umgehung gemeinsamer Absprachen – all das sind Formen sozialer Ausgrenzung, die psychisch enorm anstrengend sind. Du hast sehr deutlich beschrieben, wie sich das auf dich ausgewirkt hat: das innere Grübeln, die Selbstzweifel, das Gefühl, kleiner und unsicherer zu werden. Dass dein Körper schließlich mit Erschöpfung reagiert hat, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein klares Signal, dass du lange zu viel ausgehalten hast. Der Schritt, den Kurs zu beginnen, ist sehr wertvoll. Es geht jetzt darum, wieder in deine Selbstwirksamkeit zu kommen – also dich selbst als handlungsfähig zu erleben. Dazu gehören unter anderem: Klarheit gewinnen: Erkennen, was tatsächlich passiert ist, und dich innerlich von der Schuldfrage („Was habe ich falsch gemacht?“) zu lösen. Grenzen setzen: Das kann – je nach Situation – bedeuten, Gespräche strukturiert vorzubereiten, dich an eine übergeordnete Stelle zu wenden oder Unterstützung im betrieblichen Umfeld zu suchen. Selbstmitgefühl stärken: Du darfst traurig, wütend oder erschöpft sein. Das sind gesunde Reaktionen auf ein ungesundes Umfeld. Ressourcen aktivieren: Menschen, die dir guttun, Tätigkeiten, die dir Energie geben, und vor allem auch professionelle Unterstützung, wenn du sie brauchst.
      Ich finde, dass du dich dem Ganzen nun stellen willst, zeigt wieviel Kraft du hast!

      Liebe Grüße
      Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

      Love
      1
      • Liebe Lea, vielen Dank für deine wertschätzenden und aufmunternden Worte. 🙏Herzliche Grüße Cornelia

      Hilfe & Kontakt

      Du hast eine Frage? Wir sind für dich da!

      Unser Team kümmert sich um dein Anliegen – du erhältst spätestens in 48 Stunden eine Antwort von uns.

      Brauchst du gerade zusätzliche Unterstützung?
      Wir haben einige Informationen und Hilfsangebote für dich zusammengestellt, die über das Angebot hier in der Akademie hinausgehen. Hier klicken und mehr Unterstützung finden.

      Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

      Mehr Informationen