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  • piims veröffentlichte etwas Neues vor 2 Wochen

    vor 2 Wochen

    Das Kind in dir muss Heimat finden

    Hallo liebe Community,

    Ich bin 27 und mache seit Kurzem den Kurs das Kind in dir muss Heimat finden. Bisher finde ich es in vielen Aspekten echt hilfreich, vor allem auf der theoretischen Ebene verstehe ich dadurch ganz viel.

    Trotzdem komme ich immer wieder an die Punkte, an denen ich merke, dass ich nicht so richtig in die Umsetzung komme, das heißt, ich schaffe es irgendwie noch nicht richtig mich anders zu verhalten. Das ist vor allem in meiner Beziehung zu meinem Freund ein Thema.

    Ich schreibe jetzt diesen Beitrag hier, weil ich gerade merke, dass ich gar nicht aus meinen Gedankenspiralen rauskomme und die ganze Zeit darüber nachdenke, wie ich mich die letzten Tage verhalten habe und dass ich mich darüber ärgere und es so gerne anders schaffen würde. Und ich mache mir Sorgen, dass ich dadurch auch meinen Freund verliere, ich habe sehr große Verlustangst und dann suche ich die ganze Zeit nach Bestätigung bei ihm. Es gelingt mir gerade akut einfach gar nicht, aus meinen Sorgen und Ängsten und Gedanken rauszukommen und ich weiß nicht so richtig, was ich einerseits dafür machen kann und andererseits weiß ich auch nicht, wie ich es schaffe, wirklich vom Verstehen mal in die Verhaltensänderung zu kommen. Ich dachte, vielleicht hilft es mir, wenn ich das hier schonmal so aufschreibe. So eine Community ist ja auch was sehr Wertvolles und Hilfreiches. Vielleicht gibt es ja Menschen hier, die ganz ähnliche Erfahrungen haben.

    Danke fürs Lesen! 😊

    Liebe Grüße, Pia

    • Liebe Pia,

      danke, dass du deine Situation hier so offen teilst. Es tut mir leid zu lesen, dass du das grade durchmachst. Vielleicht haben andere Mitglieder Ähnliches erlebt und können dir ihre Strategien mitteilen oder einfach Erfahrungen teilen.

      Es klingt für mich als wärst du grade in einer Grübelschleife gefangen. Grübeln zeichnet sich dadurch aus, dass der Denkprozess nicht zu einer Lösung führt, sondern sich weiter in Schleifen dreht. Das ist ein sehr unangenehmer Zustand. Um aus starken Sorgen, Ängsten und Gedanken rauszukommen, kannst du akut versuchen durch Reize, wie eine kalte Dusche, einen sauren Bonbon oder die 5-4-3-2-1 Methode (5 Dinge aufzählen, die du grade siehst, 4, die du hörst, 3, die du fühlst, 2, die du riechst und eins, das du schmeckst). Das kann helfen aus dem Alarm-Modus rauszukommen.

      Dieses Grübeln passt auch gut zu dem, was du beschrieben hast. Es ist eine Art Schutzmechanismus, um nicht an dahinterliegende, häufig schmerzhafte Gefühle ranzukommen. Eventuell hast du in deiner Biografie Verluste erlebt, die so schmerzhaft waren, dass du sie nicht verarbeiten konntest und diese Gefühle kommen in aktuellen Situationen wieder hoch.

      An manche Gefühle kommen wir nicht ran, weil sie zu schmerzhaft sind, um sie allein zu tragen. Wenn du das Gefühl hast, das könnte bei dir der Fall sein, würde ich dir empfehlen, dir professionelle Unterstützung zu suchen. Hier findest du Tipps für die Suche nach der passenden Unterstützung: https://meine.stefaniestahlakademie.de/wp-content/uploads/2026/06/Weitere-Unterstuetzungsangebote.pdf

      Ich bin gespannt, ob andere Menschen hier ähnliche Erfahrungen kennen und dir noch weitere Impulse gegen können.

      Liebe Grüße

      Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

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