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  • Biene veröffentlichte etwas Neues vor 3 Wochen

    vor 3 Wochen

    Hallo zusammen, ich bearbeite den Kurs “Inneres Kind” schon eine ganze Weile und finde die Inhalte und die Möglichkeiten zum Austausch innerhalb der Community toll. 😊

    Manchmal habe ich jedoch, es klingt paradox, irgendwie das Gefühl, dass ich unbedingt im inneren Kind bleiben möchte. Ich spüre seinen Schmerz dann richtig heftig, aber bleibe bewusst da drin, anstatt in den inneren Erwachsenen umzuschalten. Man könnte fast sagen, ich “zelebriere” in diesen Momenten den kindlichen Modus, auch wenn die Tränen fließen. Klingt spooky ….

    Vielleicht kann eine der Psychologinnen mir die Frage beantworten, ob ich in diesem Zustand oder dieser Phase feststecke, weil mir das Erwachsensein Angst macht, weil ich im Inneren-Kind-Modus keine Entscheidungen treffen muss, etc.? Oder schreit mein inneres Kind einfach so laut, weil ich es offensichtlich immer noch nicht erhöre und seine Bedürfnisse immer noch nicht beachte, und ich kann und will deswegen oft nicht aus dem Kind-Modus raus?

    Vielleicht hat ja auch jemand von den Teilnehmenden ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Vielen Dank vorab für euer Feedback und liebe Grüße!

    🐝

    Annalena (Moderatorin)
    6 Kommentare
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    • Liebe Biene,

      Danke, dass du das mit uns teilst! Ich möchte nur kurz meine Gedanken mit dir teilen 🙂

      Ich habe mir gestern so ähnliche Gedanken gemacht. Es ging mir nicht gut, ich hab nen Song angemacht, der die Traurigkeit noch verstärkt hat und ich hab so richtig gemerkt, wie ich mich in diesem Gefühl wohl gefühlt und gesuhlt habe. Ich hab das für mich so beantwortet, dass ich dieses Gefühl sehr gewohnt bin und das Gefühl des “Glücklich seins” noch nicht und dass ich jetzt lernen darf, glücklich zu sein. Und dieser Veränderungsprozess dauert und fühlt sich für den Körper, das Nervensystem und alles sehr ungewohnt an.
      Aber dein Ansatz “Erwachsensein macht Angst” fühlt sich für mich auch stimmig an. Vor allem in einer Beziehung, in der man sich (dem Alkoholkonsum des Partners und seinem daraus folgenden Verhalten – ich weiß, wovon du sprichst, btw. Ich hab eine ähnliche Thematik mit meinem Partner) ausgeliefert bzw. ohnmächtig fühlt, nicht gehalten fühlt, ev. auch sehr oft die Verantwortung übernehmen muss, wünscht man sich Momente, in denen man einfach nur Kind sein möchte, das sich um nichts kümmert…

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    • Liebe Biene,

      das, was du beschreibst, wirkt überhaupt nicht spooky auf mich, sondern ist tatsächlich etwas, das viele Menschen in inneren Prozessen erleben, gerade dann, wenn sie beginnen, einen tieferen Zugang zu ihrem inneren Kind zu bekommen.

      Oft ist es zunächst ein großer Unterschied, ob wir den Schmerz des inneren Kindes nur kennen oder ihn wirklich emotional spüren. Wenn dieser Zugang sich öffnet, kann es passieren, dass man eine Zeit lang sehr stark mit dem kindlichen Anteil identifiziert bleibt. Das bedeutet nicht automatisch, dass du feststeckst. Häufig zeigt es eher, dass da endlich etwas Raum bekommt, das lange keinen Platz hatte.

      Ich finde deine eigene Beobachtung dabei sehr wertvoll: Du bemerkst ja selbst, dass du manchmal bewusst in diesem Zustand bleibst. Dahinter können unterschiedliche Dynamiken stehen und beides, was du beschreibst, kann gleichzeitig wahr sein:

      Einerseits kann der kindliche Zustand tatsächlich entlastend wirken, weil dort keine Verantwortung, keine Entscheidungen und kein funktionieren müssen im Vordergrund stehen. Das Erwachsenen-Ich fühlt sich für viele Menschen zunächst anstrengend oder sogar bedrohlich an, besonders wenn sie früher wenig sichere Orientierung erlebt haben.

      Andererseits kann es auch sein, dass dein inneres Kind noch nicht wirklich das Gefühl hat, gesehen, verstanden und reguliert zu werden. Dann zieht es verständlicherweise immer wieder Aufmerksamkeit auf sich.

      Der entscheidende Punkt ist aus psychologischer Sicht meist nicht, das innere Kind schnell zu verlassen, sondern die Verbindung zwischen Kind-Anteil und erwachsenem Anteil zu stärken. Der innere Erwachsene soll das Kind nicht wegdrücken, sondern begleiten.

      Liebe Grüße

      Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

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