
Christine Buntrock
Christine Buntrock veröffentlichte etwas Neues vor 9 Monaten
Hallo!
Ich mache den Kurs „Unterbewusstsein stärken mit Selbsthypnose“.
Ich habe nun schon mehrfach versucht die erste Meditation zum magischen Wohlfühlort zu machen und empfinde dabei extremen Stress, da sich bei mir überhaupt nicht „von selbst“ ein Ort findet. Ich finde einfach gar keinen Ort, an dem ich mich wohlfühle. Ich überlege dann schon vorher, was ich mir vorstellen könnte. Ich denke, dass es eigentlich eine einfache Übung ist. Das macht mich wütend. Ich kann diese Übung gar nicht mehr locker angehen und jedes Mal, wenn ich mir vornehme, sie einfach öfters zu machen, bin ich wieder frustriert, weil ich mich überhaupt nicht gut fühle.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Oder Tipps für mich?
Birgit4 KommentareWeitere Kommentare anzeigenHallo Christine, versuche es doch mit einem einfachen Ort aus deinem Alltag. Ich habe z.Bsp. mein Bett auserwählt, da ich es eh als sehr wohltuend und als Rückzugsort empfinde. Dann habe ich mir einfach vorgestellt ich liege dort, durch’s offene Fenster kommen Vogelgezwitscher und frische Luft herein usw. Das klappte gut. Aber einen “magischen” Ort konnte ich daraus auch nicht machen, nur einen entspannenden Wohlfühl-Ort. Und dann frage ich mich auch etwas frustriert: was ist überhaupt ein “magischer” Ort und wie gelange ich dorthin? Schön, wenn andere ebensolche “Schwierigkeiten” haben. Kommt eine Antwort von irgendwo her? Viele Grüße Heike
Liebe Christine,
danke, dass du deine Erfahrung so ehrlich schilderst. Ich kann es gut nachvollziehen, dass genau diese Übung mit dem „magischen Wohlfühlort“ Stress auslöst, wenn sich kein Ort von selbst einstellt. Es ist verständlich, dass du dann unter Druck gerätst, „etwas finden zu müssen“. Das kann die Anspannung eher noch verstärken – und genau dadurch wird es schwerer, überhaupt in Ruhe in die Vorstellung einzutauchen.
Ein paar Gedanken hierzu:
1. Es muss kein perfekter Ort sein. Manchmal reicht ein kleiner, neutraler Raum – z. B. ein Zimmer, in dem du dich sicher fühlst, oder eine Erinnerung an einen Moment, der okay war. Auch ein völlig fiktiver Ort ist erlaubt. Heike hat das schon sehr schön beschrieben, der Ort muss nicht unbedingt “magisch” sein, wenn das im Moment nicht klappt.2. Den Druck rausnehmen. Wie du beschreibst, dass du dir vorher schon Gedanken machst und danach wütend bist, wenn es nicht klappt, klingt für mich danach, als würdest du dir selbst sehr viel Druck machen, dass das jetzt sofort klappt. Das ist gar nicht unbedingt das Ziel der Übung, wir sind alle unterschiedlich und manche Dinge klappen nicht auf Anhieb oder klappen anders als bei anderen Menschen. Wenn du merkst, dass der Gedanke „es muss jetzt klappen“ überhandnimmt, dann mach erstmal nur die Atemübung oder höre die Meditation, ohne aktiv etwas zu visualisieren. Allein das Zuhören kann schon beruhigend wirken. Mut zur Imperfektion!
3. Mini-Schritte üben. Statt 15 Minuten gleich den Wohlfühlort aufzubauen, beginne mit 1–2 Minuten und erlaube dir, dass sich vielleicht nur ein Detail zeigt: ein Licht, ein Geräusch, ein Geruch. Darauf kannst du nach und nach aufbauen.
4. Gefühle akzeptieren. Wut und Frust sind normale Begleiter, wenn Übungen nicht „funktionieren“. Sie zeigen, dass dir das Thema wichtig ist. Versuche, diese Gefühle nicht zu verdrängen, sondern wahrzunehmen – sie dürfen da sein. Es kann auch schon ein ganz großer Schritt und wichtige Übung sein, mit diesem Gefühl umzugehen zu lernen.Es ist also kein Zeichen von „Scheitern“, wenn es nicht sofort klappt, sondern ein Prozess, bei dem du langsam lernen kannst, mehr Leichtigkeit hineinzubringen. Viele berichten, dass sich mit der Zeit doch Bilder oder Empfindungen einstellen, wenn der Druck etwas nachlässt.
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀- Weitere Kommentare anzeigen