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  • Tina27 veröffentlichte etwas Neues vor 2 Monaten

    vor 2 Monaten

    Aktuelle Situation

    Hallo, meine Beziehung ist ein ewiges Auf und Ab, vor allem seit der Geburt meiner Tochter vor fast 6 Jahren, wobei es mit der Zeit immer schlimmer statt besser wurde. Mein Mann hat schon zwei Mal die Sachen gepackt und zog aus, nach einigen Wochen kam er wieder zurück – was ich natürlich zugelassen habe. Bei seinem ersten Auszug ging es mir wirklich ehr schlecht. Um keinen Preis wollte ich das Konstrukt Familie für meine Tochter verlieren. Mit seinem zweiten Auszug reagierte ich bereits gefasster, der Schmerz den ich fühlte galt eher dem Schmerz meiner Tochter, da sie ihren Vater sehr vermisste. In beiden Trennungsphasen versuchte ich ein Stück von mir selbst wieder zu finden und zurück zu bekommen. Bei beiden Trennungen kam er irgendwann wieder auf mich zu und wollte zurück, er meinte er könne nicht mit mir aber auch nicht ohne mich. Ich fühlte mich dadurch wieder etwas mehr gesehen. Rückblickend betrachtet denke ich, dass er nicht aushalten konnte, dass ich mich selbst wieder wichtiger nehme. Dennoch freute ich mich, wieder eine vermeintlich “intakte” Familie zu haben. Konflikte zwischenmenschlicher Natur versuchte ich zu umgehen, wenngleich mir Dinge nicht gefallen haben. Ich fokussierte mich darauf, dass ich durch die Ehe mein Leben größtenteils leben kann wie ich es möchte, finanzielle Unabhängigkeiten, Möglichkeit in Teilzeit angestellt zu sein und resultierend daraus die Chance mein eigenes Business aufzubauen ohne finanziellen Druck dahinter. Ich würde sagen, es plätscherte so vor sich daher… bis ich vor wenigen Wochen ungeplant schwanger wurde. Ich war zunächst geschockt, dachte mir aber auch – warum eigentlich nicht, ich wollte eigentlich immer ein zweites Kind – er nicht. Und so geschah es, dass er mir klipp und klar sagte, er trägt ein zweites Kind nicht mit. Die Entscheidung für ein zweites Kind bedeutet für ihn eine Trennung. Nachdem ich mir daraufhin einige Wochen Zeit ließ, in der ich mich aktiv mit dem Thema auseinandersetzte, entschied ich mich unter Druck für einen Schwangerschaftsabbruch. Ob diese Entscheidung richtig oder falsch gewesen ist, weiß ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Und doch hat sie mich insofern bereits jetzt geprägt, dass mir bewusst wurde welchen Trümmerhaufen von Ehe ich im Prinzip führe, von meiner emotionalen Lage ganz abgesehen. Bewusst wurde mir auch, dass dieser Mann mich emotional so unter Kontrolle hat wie noch keiner zuvor. Zuvor war ich immer die starke Komponente in einer Beziehung, jene die die “Hosen” anhat. Jetzt befinde ich mich in einer Schach Matt Situation und fachlich betrachtet wäre eine Trennung das Richtigste, was es zu tun gilt – auch um meines Egos Willen, aber ich kann mich nicht einfach trennen. Ich sehe immer wieder meine Tochter im Mittelpunkt des Geschehens – mit dem Wissen, dass es für Kinder besser ist eine gesunde Selbstfürsorge zu erleben, als das was ich gerade habe. Dennoch sind meine Empfindungen und Emotionen so wie sie sind und ich bin ratlos.

    Raphael und Nina-Ver
    3 Kommentare
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    • Liebe Tina,

      Deine „Geschichte“ hat mich sehr berührt. Abgesehen von der Schwangerschaft kenne ich deine Situation. Ich habe jahrelang in einer Ehe gelebt, in der ich sehr unglücklich war aber um jeden Preis die Beziehung halten wollte wegen meiner Kinder. Am Ende hat mich mein Mann wegen einer anderen verlassen und ich bin im Nachhinein froh, dass er mir die Entscheidung abgenommen hat. Ich wünsche dir, dass du hier die Antworten auf deine Fragen findest! 🙏🏼

      • Nina-Ver (bearbeitet)

        Liebe Tina, mich hat Deine Geschichte auch sehr gerührt. Ich finde es sehr verständlich, dass Du Dich liebevoll um Deine Tochter kümmern möchtest. Kümmere Dich nur auch gut um Dich! Gerade nach einem Schwangerschaftsabbruch darfst Du Dir Wärme und Geborgenheit gönnen, auch von Deinem Umfeld. Du hast vieles erlebt und Du musst nicht alles auf einmal machen. Gehe in Deinem Tempo, auch wenn es heißt, eins nach dem anderen zu machen. Setz Dich nicht unter Druck, sondern gönn Deiner Seele etwas Ruhe. Das wünsche ich Dir von Herzen.❤️

        Alles Liebe, Nina

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