
Sas_SoulSetFree
Sas_SoulSetFree veröffentlichte etwas Neues vor 6 Tagen
vor 6 Tagen (bearbeitet)
Abhängig? Vermutlich schon...
Hi ihr!
Emotionale Abhängigkeit…mir war gar nicht klar, dass mich das treffen könnte.
Hat es aber.
Meine Frau und ich sind seit 23 Jahre ein Paar, wir haben zwei Kinder, 15&18, die langsam aber sicher immer mehr ihr eigenes Ding machen. Vor gut einem Jahr ist meine Schwiegermutter gestorben, und seit dem verändert sich unsere Beziehung deutlich.
Einerseits durch den (völlig normalen) Rückzug der Kinder – und der damit verbundenen Rollenveränderungen für uns als Paar. Andererseits hat meine Frau sich (völlig verständlich bei der Trauer) zurückgezogen. Gleichzeitig, sagt sie, ist sie auf der Suche nach ihrer Identität, und nach mehr Tiefe in der Beziehung. In dem Zug wurde und wird nun jeder Stein in der Beziehung umgedreht. Wir reden viel, das ist gut, manchmal auch sehr schmerzhaft.
Aber ich habe in all dem Prozess auch entdeckt, wie hilflos ich werde, wenn meine Beziehung in unruhiges Gewässer kommt. Und ich bin total verunsichert – das Alte ist nicht mehr da, das Neue noch nicht geformt.
Jeden Tag suche ich nach Anerkennung/Zuneigung/”ist alles, ok?” – Stabilität in der Beziehung; oder aber nach den ersten Zeichen von Ablehnung/Zurückweisung/”Nicht liebenswert sein”…Ich spüre, wie abhängig mein Wohlergehen von den Vibes meiner Frau und meiner Beziehung ist. Das kostet unendlich viel Energie – und ich werde langsam müde.
Ich kenne mein inneres Kind, meine “Altlasten” und meine Glaubenssätze, also mache ich mich auf den Weg – auch, um die Abhängigkeit zu überwinden und an dieser Stelle freier zu werden. Ich kümmere mich viel um mich und meine Bedürfnisse , und der Kurs hier ist vielleicht ein bisschen “self care”.
Ich bin gespannt auf euch/eure Geschichten – und ich freue mich auf schöne “Gespräche” hier.
Sascha
Sas_SoulSetFree, Barbara (Moderatorin) und 2 others2 KommentareHallo Sascha,
Das Gefühl jeden Tag sich zu vergewissern, ob noch alles ok ist, kenne ich nur zu gut. Es zehrt an einem, ständig in der Unsicherheit zu leben.
2Lieber Sascha,
es tut mir sehr leid zu lesen, was ihr im letzten Jahr erleben musstet. Der Verlust deiner Schwiegermutter, der zunehmende Rückzug eurer Kinder und die damit verbundene Veränderung eurer Rollen: all das sind große Einschnitte. Dass eure Beziehung dadurch in Bewegung kommt, ist verständlich, auch wenn es sich gerade eher nach Unsicherheit als nach Entwicklung anfühlt.
Besonders nachvollziehbar ist, wie sehr dich diese Situation innerlich fordert. Dieses ständige Suchen nach Sicherheit und das Wahrnehmen von Nähe oder Distanz kann unglaublich viel Kraft kosten. Gleichzeitig zeigt es, wie wichtig dir eure Beziehung ist.
Umso wertvoller ist es, dass du dich bereits so bewusst mit dir selbst, deinen Mustern und Bedürfnissen auseinandersetzt. Das ist kein leichter Weg, aber ein sehr wichtiger Schritt, um langfristig mehr innere Stabilität zu finden.
Schön, dass du hier bist!
Liebe Grüße
Barbara aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
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