
Astrid
Astrid veröffentlichte etwas Neues vor 8 Monaten
Hallo zusammen, ich bin Astrid, 32 Jahre jung und seit einem Jahr Mama eines wundervollen Jungen. Mein Mann und ich sind vor kurzem in unser Eigenheim gezogen und könnten kein schöneres “Bilderbuchleben” führen. Wieso bin ich also hier?
Bereits vor 2 Jahren habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht um meine Überangepasstheit, meinen fehlenden Selbstwert und allen voran meine Impulskontrollstörung (Stichwort Wut) zu behandeln. Seit der Geburt meines Sohnes und den damit verbundenen Herausforderungen, dem Stress etc. bin ich leider in alte Muster verfallen, hatte meine Wut nicht mehr unter Kontrolle und benutz(t)e meinen Mann als Ventil meiner eigenen Unzufriedenheit, dem Druck nicht zu genügen und der Überforderung in der neuen Lebenssituation. Die Konsequenz waren/sind respektloses Verhalten, schlimme Konfliktsituationen, keine Selbstbeherrschung und viele Tränen.
“Das Kind in dir muss Heimat finden” hat mir während meiner damaligen Therapie bereits sehr geholfen und nachdem ich ja so wahnsinnig reflektiert und schlau mein Verhalten rational erklären kann (im Nachhinein), es nur emotional in Akutsituationen nicht (mehr) hinbekomme, will ich versuchen durch die Akademie wieder zu meinen wahren Wertvorstellungen zu finden und glücklicher werden, samt meinem Umfeld, welches nicht darunter leiden darf.
Ich freue mich zu lernen und zu wachsen… hoffentlich auf Dauer.
Liebe Grüße aus Bayern!
Ann-Kathrin2 KommentareLiebe Astrid,
Wie ehrlich und mutig von dir, das so offen zu teilen. In einer so neuen Lebenssituation wie deiner kann sich viel verändern und auch viel Druck, Überforderung, Selbstzweifel und manchmal auch Wut aufkommen. Es ist stark, dass du das erkennst und dich damit auseinandersetzt. Die Geburt eines Kindes verändert sehr viel – emotional, körperlich, psychisch. Selbst in einem liebevollen Umfeld können alte Muster wieder auftauchen. In der Elternrolle treffen alten Prägungen auf den Anspruch, alles richtig machen zu wollen. Wenn der innere Druck zu groß wird, sucht er sich irgendwann ein Ventil – und das kann sich in Wut zeigen.
Wichtig ist: Du bist nicht deine Wut. Sie ist ein Signal. Sie zeigt, dass etwas zu viel ist – vielleicht Überforderung, vielleicht das Gefühl, allein mit allem zu sein. Dass du dich jetzt damit beschäftigst, ist ein Zeichen von Stärke und Verantwortungsbewusstsein – dir selbst und deiner Familie gegenüber. Du hast viel reflektiert, suchst aktiv nach Wegen und willst wachsen – das ist eine sehr gute Grundlage, um Schritt für Schritt wieder in deine Balance zu finden. Ich wünsche dir ganz viele Aha-Erlebnisse beim Kurs!
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀1Tausend Dank – wie unendlich gut es tut, das zu lesen! 🙏