• Daniela veröffentlichte etwas Neues

      vor 6 Monaten

      Netter zu sich selbst sein?

      Hallo, ich bin Daniela, 54 und beschäftige mich schon lange mit “dem inneren Kind” und zur Zeit gerade mit meiner Überangepasstheit und “der Kunst Grenzen zu setzen”. Als jüngstes von 3 Kindern, habe ich wohl gut gelernt immer irgendwie mit zuschwimmen, aber nicht auf meine Bedürfnisse zu achten. Zeitgleich galt ich trotzdem immer als “verwöhntes Nesthäkchen”. Langsam erkenne ich zwar meine Muster – verzweifle aber gleichzeitig immer wieder, weil ich oft das Gefühl habe, dass jetzt vieles zu spät ist, dass ich mein Leben quasi vergeudet habe, quasi “selbst schuld” bin, weil ich nicht schon früher erkannt habe, was alles falsch läuft…Kann das irgendjemand nachvollziehen? Kennt jemand ähnliche Gedanken und wie geht man damit um? Danke, LG Daniela

      Ba_e und Vivi_583
      5 Kommentare
      • Liebe Daniela,

        danke für deinen Beitrag. 🙏

        Toll, das du dich deinen Themen widmest und dir Zeit dafür nimmst. Ich selbst bin ebenfalls erst mit 54 auf meinen Erkenntnissweg und meine Glaubenssätze gestossen. Aus eigener Erfahrung kann ich gut nachempfinden, dass man zwischenzeitlich denk.: “Warum hab ich das nicht schon vor 30 Jahren gewusst!” Aber es ist nie zu spät seine Prägungen umzuwandeln und du stehst mit 54 voll im Leben. Es lohnt sich immer ein glückliches Leben zu führen!

        Schuld bist du auf gar keinen Fall!!!! Du warst ein Kind und hast Deine Prägungen durch dein Umfeld/ Eltern, Geschwister erlernt und deine Schutzstrategien und damit verbundene Glaubenssätze entwickelt. Die haben dich als Kind beschütz und dir Bindung/Sicherheit geschenkt. Überlebenswichtig.

        Grossartig das du dich deinen Themen zuwendest,. Bleib dran und genieße dein Leben in gesunder Bindung und Autonomie.

        Lieben Gruss

        Lilie

        • Liebe Daniela,
          ich finde es erstmal total stark, dass du das überhaupt erkannt hast! Da kannst du auch wirklich stolz auf dich sein, denn ganz viele Menschen erkennen ihre Muster nie oder wollen sich gar nicht damit auseinandersetzen. Ich finde, da darfst du ruhig etwas freundlicher mit dir selbst sein. Erkenntnis kommt nicht früher, weil sie emotional oft gar nicht möglich ist. Sie kommt dann, wenn wir stabil genug sind, hinzuschauen. Du hast bestimmte Strategien und Muster entwickelt, weil diese irgendwann mal sinnvoll waren. Jetzt sind sie das nicht mehr. Es braucht Zeit, so etwas zu erkennen und zu verändern. Es ist nie zu spät!
          Liebe Grüße
          Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

          • Hallo Daniela,

            in meiner Familie war ich auch immer die liebe, nette angepasste Tochter und wollte es allen recht machen. Mein weiteres Leben zeigte mir sehr stark auf, dass ich selbstständig meinen Weg gehen muss, nein sagen lernen, alleine zu sein, alleine wegzugehen… Es hat mich viel Kraft gekostet, aber es hat sich gelohnt. Ich habe soviel Lebenserfahrung und Entwicklung erfahren, wofür ich sehr dankbar bin.

            Vertraue auf Gott und das Universum! Die gute Zeit kommt, da bin ich mir sicher.

            VG. Flower

            • Liebe Daniela!

              Ja, ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen! Ich bin zwar das älteste Kind gewesen, habe mich aber auch immer sehr stark anpassen müssen, um meinen Platz zu bekommen und hatte immer die Verantwortung für die jüngeren Geschwister!

              Mir hat es sehr geholfen, zu verstehen, was damals passiert ist und was es mit mir gemacht hat! Wir werden durch unsere Erfahrungen in der Kindheit fürs Leben geprägt! Und wir können stolz sein, dass wir jetzt alle hier hinschauen und daran arbeiten wollen! Es ist nie zu spät dafür! Ich bin 59 Jahre alt und fühle mich überhaupt nicht so, als sei es zu spät! 🙂

              Viel Erfolg und liebe Grüße

              • Hallo Daniela, ich bin auch Mitte 50 und habe jetzt erst erkannt, dass vieles nicht so bleiben muss, wie es ist.
                Am Anfang habe ich auch damit gehadert, dass ich so viele Jahre “vergeudet” habe.
                Mittlerweile bin ich froh, dass ich mich überhaupt auf den Weg gemacht habe.
                Und weißt du was?
                Wir können stolz auf uns sein, uns auf den Weg zu machen !!

                Bin auch das letzte Kind von 4 und dazu noch das einzige Mädchen, was auch bedeutete, lieb zu sein, angepasst und brav.
                Und auch in einer Zeit geboren bin, in der Kinder ( so kenne ich das) brav und ruhig neben der Mutti stehen und erst etwas sagen, wenn sie aufgefordert werden und dann auch nur etwas, was dem Gegenüber kein Unbehagen bereitet.

                Ich finde es toll, dass du hier bist und wünsche dir eine gute Reise!

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