Mein Diskussionsforum

Anzeigen:
Sortieren nach:
  • alina veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

    vor 3 Monaten

    Hallo liebe Community,

    ich habe eine hochfunktionale Depression (wurde so “programmiert”) viel Leistungsdruck, viel Leisten wenig Fühlen und suche Menschen, die ähnlich erzogen worden sind zum Austauschen, sich Tipps geben und in schwierigen Zeiten sich gegenseitig zu unterstützen. Ich suche Menschen die mich inspirieren, die ganzen Herausforderungen des Lebens durchzustehen

    In meinem Umfeld (Familie, Bekannte, Freunde) habe ich das Gefühl kaum verstanden zu werden.

    Da kommen Sätze wie:

    Dir fehlt doch nix schau mal die anderen sind schlechter dran als Du

    Du bist zu besserwisserisch oder zu negativ

    Du bist stark du schaffst alles.

    Ich habe das Gefühl mir keine Momente der Schwäche erlauben zu können, ich muß für meine Familie funktionieren.

    Ich arbeite seit 10 Jahren an meinen Anteilen auch durch Therapie aber ich komme irgenwie nicht an.

    Ich habe das Gefühl egal was ich fühle oder sage ist nicht richtig.

    Wie sieht ihr das?

    Habt ihr ähnliche Probleme?

    LG

    Alina

    Barbara (Moderatorin) und Sabiene
    1 Kommentar
    • Liebe Alina,

      deine Worte berühren sehr. Dieses „funktionieren müssen“, immer stark sein und dabei kaum Raum für die eigenen Gefühle haben, damit bist du nicht alleine. Und es kann unglaublich einsam machen, wenn das Umfeld das nicht sieht oder mit solchen Sätzen abtut.

      Was du beschreibst, klingt überhaupt nicht „falsch“. Im Gegenteil: Es zeigt, wie viel du schon reflektierst und wie lange du dich bereits mit dir selbst auseinandersetzt. Dass du trotzdem das Gefühl hast, nicht wirklich anzukommen, kann so frustrierend sein.

      Gerade dieses Gefühl, sich keine Schwäche erlauben zu dürfen, sitzt oft sehr tief. Man hat gelernt, dass der eigene Wert an Leistung oder Stärke geknüpft ist. Da ist es nur logisch, dass es Zeit braucht, da etwas zu verändern.

      Ich hoffe, du findest den notwenigen Austausch hier und kannst viel für dich mitnehmen.

      Schön, dass du hier bist!

      Liebe Grüße

      Barbara aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

    • Anne13 veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

      vor 3 Monaten (bearbeitet)

      Hallo ihr Lieben, mein Name ist Anne und ich bin mit meiner Tochter aus erster Ehe nach Australien ausgewandert, zum Vater meiner anderen Tochter. Ich liebe es hier total, aber mein Partner hat meine ältere Tochter so abgelehnt und seine Mutter war so intriganz, dass ich wieder zurück nach Deutschland gehe. Die Schilderungen von euch, … da sehe ich so viel, was ich auch erlebt habe. Ich mache den Kurs, weil ich erkannt habe, dass das ganze in das Muster der Beziehungsangst passt und ich mich frage, warum ich so lange mitgemacht habe und keine Grenzen gesetzt habe.

      Barbara (Moderatorin), Delfine und 2 others
      1 Kommentar
      • Barbara (Moderatorin) (bearbeitet)

        Liebe Anne,

        Es muss unglaublich schmerzhaft gewesen sein, zu erleben, dass deine Tochter abgelehnt wird, und gleichzeitig zwischen all dem zu stehen. Dass du für dich die Entscheidung triffst, zurückzugehen, zeigt, wie klar du heute hinschaust und für deine Kinder einstehst.

        Wir wünschen dir einen guten Neuanfang in Deutschland und hoffen, du findest hier die notwendige Stärkung und Unterstützung die du gerade brauchst.

        Wir freuen uns sehr, dass du hier dabei bist!

        Liebe Grüße

        Barbara aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

      • EvaMaria veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

        vor 3 Monaten

        Das Thema des Kurses ist voll meins. Mein Mann zieht sich immer wieder zurück, teilweise monatelang. Ich bin unglücklich, weil ich Nähe und Geborgenheit mir in meiner Beziehung wünsche und für mich brauche. Aber lösen kann ich mich auch nicht von ihm. Fahre teilweise alleine in den Urlaub, nehme mir vor, zu akzeptieren, dass ich mit ihm halt in einer WG lebe, sehe ihn dann wieder und alle meine Vorsätze sind hin. Sehne mich wieder nach seiner Nähe, bekomme sie nicht, bin traurig. Meine Lebenssituation ist so, dass ich denke, dass ich finanziell es zzt nicht schaffe, alleine zu leben mit dem, was ich möchte, obwohl ich mir andererseits oft wünsche, alleine zu leben. Denke, dass es mir emotional so besser gehen würde.

        Love
        MissPi, Barbara (Moderatorin) und 5 others
        5 Kommentare
        Weitere Kommentare anzeigen
        • Liebe EvaMaria

          Kann dich soo gut verstehen- mir gehts genauso. Die Phasen, wo alles wieder schön ist und meine Frau beteuert, dass ihr unsere Beziehung wichtig ist, lassen mich immer wieder auf Feld 1 rutschen. Auch ich hab finanziell Schwierigkeiten bei Trennung- aber irgendwann geht’s so auch nicht mehr. Versteh einfach nicht wieso sie nicht offen spricht…aber genau diese Gedanken will ich loswerden und endlich den kopf für mich frei haben.

          Ich wünsche uns beiden eine erfolgreiche Reise die uns zur richtigen Entscheidung führt und damit in schönere Zukunft. Wir sind nicht alleine- auch wenn das Gefühl bei unseren Partnern so erdrückend ist

          2
          • View 1 reply
        • Liebe EvaMaria, ich glaube mit diesen ambivalenten Gefühlen bist Du hier in guter Gesellschaft. Irgendwie ist es zeitgleich beruhigend, aber auch erschreckend zu sehen, wie viele Menschen sich in dieser oder ähnlichen Situationen befinden.

          Was meinst Du denn mit dem finanziellen, worauf müsstest Du verzichten, was Dir schwerfällt?

          • View 1 reply
        • Weitere Kommentare anzeigen
      • Delfine veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

        vor 3 Monaten

        Bitte Euch um Realitätsabgleich

        Ihr Lieben, ich bin merke, dass ich schon so verunsichert bin, dass ich nicht mehr einschätzen kann, welches Verhalten von meinem Mann noch normal ist, und welches nicht. Könnt ihr mir bei der Einschätzung helfen? Ich komme mir schon ganz albern vor und frage mich, ob ich überreagiere. Gestern wollte mein Mann für uns kochen, fragte nach Wünschen, besorgte alles und machte sich ans Werk. Ich sollte explizit nicht helfen. Soweit alles gut und fröhlich. Beim Tischdecken fielen mir schon wieder seine hängenden Schultern und resignierten Bewegungen auf, beim Essen war die Fröhlichkeit verschwunden. Ich habe das Essen gelobt, versucht ein Gespräch anzufangen, es war alles einsilbig. Er schaltete wie üblich den Fernseher an, war aber in Gedanken woanders. Nach dem Essen wurde schweigend der Tisch abgeräumt, wir setzten uns nebeneinander aufs sofa, und er drehte mir den Rücken zu und starrte ins Leere – ein einziger stummer Vorwurf. Ich wollte gar nicht fernsehen, aber ihn einfach da sitzen zu lassen und wegzugehen fühlte sich noch falscher an. Nach dem Film habe ich gute Nacht gesagt, er lächelte für 2 Sekunden mechanisch und ließ das Lächeln wieder fallen, so dass es wie eine Grimasse wirkte. Hab ich was falsch gemacht, oder überinterpretiere ich da was rein? Es zieht so viel Energie und macht mich immer traurig, und ich fühle mich verkehrt. Wir haben getrennte Schlafzimmer und wollen es gerade freundschaftlich probieren, aber es laugt mich aus. Könnt ihr mir eine ehrliche Rückmeldung geben?

        Love
        Barbara (Moderatorin), Andi80 und Anne13
        15 Kommentare
        Weitere Kommentare anzeigen
        • Hallo Delfine! Es klingt für mich nicht nach einem leichten, lockeren und liebevollen Miteinander. Wenn Du das mit “Normal” meinst, dann ist es das nicht. Irgendetwas scheint in Euren Gefühlen, Erwartungen und Vorstellungen von der Beziehung nicht mehr passend zu sein. Ich vermute, dass jeder die eigenen Bedürfnisse nicht richtig erfüllt sieht, jedoch nicht in der Lage ist, dies dem anderen auf kommunikativem Wege verständlich zu machen. Ich glaube Dir, dass es Dir viel Energie zieht und vielleicht bist Du auch die treibende Kraft bei Euch, alles wieder in gute Wege zu leiten. Dazu müssen aber beide bereit sein und auch die entsprechenden Ressourcen haben und sich öffnen und vermutlich auch verletzlich zeigen wollen. Deinen Worten entnehme ich, dass Dein Mann dazu irgendwie nicht in der Lage ist. Vielleicht hat er (innerlich) Angst und es ist ein Schutzmechanismus, sich nicht so öffnen zu wollen/können? Vielleicht braucht er auch die innere Sicherheit und den Raum? Aber mache Dir bitte keinen Vorwurf, dass Du etwas falsch machst. Dein Bemühen kann man Deinen Zeilen entnehmen. Fokussiere Dich jedoch mal mehr auf Dich und Deine Bedürfnisse und mache sie nicht komplett von jemanden abhängig, der Dir nicht das geben mag, was Du möchtest.

          • View 4 replies
        • Hallo Delfine, ich spüre da viel Ähnlichkeit zu meinem Mann und mir, ich fühle mich genauso ausgelaugt. Das zieht so viel Kraft und macht einen so tief traurig. Ich bin erst seit 2 Tagen hier dabei und hoffe, dass ich mehr zu mir finde, dass ich es schaffen werde, mehr emotionalen Abstand zu meinem Mann zu bekommen. Mehr Wert auf mich und meine Bedürfnisse zu legen. Das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen!

          1
          • Weitere Kommentare anzeigen
        • Andi80 veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

          vor 3 Monaten (bearbeitet)

          Ich habe mich komplett emotional abhängig gemacht von meiner Frau die letzten 17 Jahre. Ich habe einen Kontrollzwang entwickelt, jetzt hat sie mir gestern offenbart es geht so nicht mehr weiter. Sie kann sich nicht mehr um meine Sachen kümmern, weil sie erschöpft ist. Kurzfristig wollte sie sich eine eigene Wohnung nehmen, sagte aber in diesem Kontext sie liebt mich noch umd will die Beziehung fortführen. Es fehlt ihr an Lwichtigkeit. Sie fühlt nur Schwere. Das mit der Wohnung hat sie dann abends revidiert, sie wollte mir nur das Messer auf die Brust setzen. Letzte Chance sagte sie

          Barbara (Moderatorin)
          14 Kommentare
          Weitere Kommentare anzeigen
          • Wenn die Situation so brenzlig ist, gibt es die Möglichkeit darüber zu sprechen was ihr beide euch wünscht und zutraut? Und, was mir persönlich vor ein paar Jahren geholfen hat: ich bin freiwillig in eine psychosomatische Klinik gegangen (das geht ambulant oder stationär) und habe mich intensiv mit meinen Anteilen auseinandergesetzt. Das signalisiert dem Gegenüber auch, dass man es ernst meint.

            • View 1 reply
          • Lieber Andi, das muss ein Schock für dich sein und ich finde es toll, dass Du Dich daraufhin zu diesem Kurs angemeldet hast, das ist ein sehr wichtiger Schritt! Nimm dieses „Ich kann nicht mehr“ deiner Frau unbedingt ernst, denn nach meiner Erfahrung sind Menschen, die das sagen, schon über ihrer Grenze.

            Was für einen Kontrollzwang hast Du denn entwickelt? Und welche Art Leichtigkeit wünscht sich deine Frau denn?

            • View 5 replies
          • Weitere Kommentare anzeigen
        • Claudine veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

          vor 3 Monaten

          Ich habe heute „Nein“ gesagt.
          Mit Begründung. Klar. Ruhig.

          Und zuerst war da Stolz.
          Ehrlich gesagt sogar richtig viel.

          Und dann kam sie: die Angst.
          Die Sorge, jemanden enttäuscht zu haben.
          Dieses unangenehme Ziehen im Bauch, als hätte ich etwas falsch gemacht.

          Dabei habe ich einfach nur eine Grenze gesetzt.

          Ich sitze jetzt hier, atme bewusst ein und aus und sage mir:
          Ich darf Grenzen setzen. Ich bin sicher.

          Und gleichzeitig merke ich, wie tief das sitzt:
          Dieses Bedürfnis, wohlwollend gesehen zu werden.
          So stark, dass selbst ein ehrliches Nein inneren Aufruhr auslösen kann.

          Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Veränderung beginnt.
          Nicht ohne Angst – sondern trotz ihr.

          Love
          Biggi99, Barbara (Moderatorin) und 7 others
          5 Kommentare
          Weitere Kommentare anzeigen
          • Liebe Claudine, mein Kompliment für diesen ersten Schritt, super!! Ich kenne das so gut. Wie ich schon schrieb, das schlechte Gewissen hatte mich schon, weil ich hier überhaupt schreibe. Es ist alles neu und ungewohnt für uns, vielleicht fühlt es sich deshalb (noch) schwierig an – aber lass uns hoffen, dass es sich besser anfühlt, je öfter wir es tun! Bleib bei deinem Nein, das hast Du gut gemacht! Und das gibt mir ein bisschen mehr Mut, es auch weiterhin zu versuchen. Danke, dass Du das mit uns geteilt hast!

            1
            • Hi Claudine,

              ich habe den Kurs Grenzen setzten gemacht und seit dem übe ich so oft es geht in meinem Alltag Grentzen zu setzen und es fühlt sich bei mir auch sehr oft falsch an. Ich habe in meinem Umfeld erkannt, wenn Grenzen setze werde ich als zickig, komisch und negativ betrachtet. Irgendwie ist es verrückt wie die Welt so tickt

              • Weitere Kommentare anzeigen
            • Mona19 veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

              vor 3 Monaten

              Guten Abend, ich bin ein paar Tagen 49 Jahre. Ich lebe in Hannover mit meinen 2 Kindern (fast 10 und 8 Jahre). Ich bin noch verheiratet, allerdings bin ich vor 3,5 Jahren aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen, da mein Mann meiner Tochter (damals 4,5 Jahre) eine ins Gesicht geknallt hat. Unsere Ehe war immer von viel Agressivität (mehr psychisch) geprägt, mein Mann war Alkoholiker und ich habe lange gebraucht, um das Haus mit den Kids zu verlassen.

              Ich merke aber, dass ich auch mein Wohlbefinden von ihm abhängig mache…. noch….! Ich habe richtige Panik bekommen als er sich irgendwann nach unserem Auszug komplett zurückgezogen hat.

              Ich habe schon viel über mich gelernt und ich lerne weiter, versuche erstmals in meinem Leben etwas nur für mich zu tun, aber ich möchte mich noch klarer erkennen, weshalb ich in diesen Mustern verharre, ….. immer weiter zu hoffen.

              Ich bin ohne weitere Familie, habe “nur” meine beiden Kinder.

              Ich habe oft und immer das Gefühl gehabt, dass ich ausgeschlossen werde, von ihm zurückgewiesen werde. Ich wurde belogen und im Hinblick auf seine Familie für mein Gefühl hintergangen. Auch jetzt weiss ich nicht, wo ich stehe. Ich werde psychologisch begleitet und es geht mir besser, aber es ist schwierig für mich zu verstehen, weshalb ich mich so klein sehe und mache.

              Ich möchte mental endlich frei sein und versuche mich besser kennenzulernen bzw. mich lieben zu lernen.

              Love
              Barbara (Moderatorin), Anne13 und EvaMaria
              1 Kommentar
              • Liebe Mona,

                danke, dass du deine Geschichte so offen teilst. Ich habe großen Respekt davor, wie viel Mut und Kraft es braucht, diesen Weg zu gehen, besonders mit zwei Kindern an deiner Seite. Du hast bereits einen ganz wichtigen Schritt gemacht: Du bist gegangen, um dich und deine Kinder zu schützen. Das zeigt sehr große Stärke.

                Dein Wunsch, dich selbst zu lieben und frei zu sein, ist so wertvoll. Und du bist auf dem Weg dorthin, auch wenn es sich manchmal noch nicht so anfühlt

                Ich wünsche dir hier einen Ort, an dem du dich wohl und verstanden fühlst. Wir freuen uns sehr, dass du hier bist!

                Liebe Grüße

                Barbara aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

                Love
                1
              • Fledermaus veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

                vor 3 Monaten

                Hallo.

                Ich bin Daniela und komme aus Ostwestfalen. Ich lebe seit über 5 Jahren in einer Patchwork-Familie in Distanz mit 6 Kindern. Ich habe 3 Jungs, die bei mir leben.

                Mein Partner kann sich schwer für uns positionieren. Wenn wir nur zu zweit sind, ist die Beziehung, so wie ich sie mir wünsche. Sobald seine Kids und seine “Verpflichtungen” ins Spiel kommen, fallen wir hinüber. Und damit komme ich einfach nicht klar. Mit viel Verständnis für ihn und seine Situation, meine Jungs und mich gibt’s auch. Und das wird aus meiner Sicht einfach vergessen.

                Lea (Moderatorin)
                2 Kommentare
                • Dieses Leben in zwei Welten, so hab ich das immer bezeichnet in unserer Patchworkfamilie. Es gibt uns als Paar, aber es gibt dann ihn und seine Tochter und mich und meine 3 Kinder. Sie sind alle jetzt schon erwachsen. Aber es war nie möglich, zusammenzuwachsen als Familie, weil er es nicht zugelassen hat. Ich verstehe dich sehr gut.

                  1
                  • Liebe Daniela,

                    herzlich Willkommen hier im Forum.
                    Beim Lesen spürt man deine leise Traurigkeit über das Vergessenwerden und gleichzeitig auch einen Willen nach Veränderung. Du zeigst viel Verständnis für deinen Partner und gleichzeitig vermisst du sein Bekenntnis zu dir und deinen Söhnen, sobald die Kinder mit dabei sind. Dabei ist dein Bedürfnis nach Bindung nur zeitweise erfüllt, nämlich dann, wenn ihr zu zweit seid. Zugehörigkeit ist ein zentrales menschliches Bedürfnis, das tief in uns allen verankert ist. Wir brauchen das Gefühl, einen sicheren Platz zu haben, an dem wir nicht “beiseite gestellt” werden. Wenn sich dein Partner in Anwesenheit der anderen Kinder nicht klar zu dir positioniert, signalisiert das deinem System den Verlust deines Platzes und damit diesen Schmerz des Vergessenwerdens. Das ist ein gesundes Signal deines Systems, das nach Sicherheit und Beständigkeit sucht, die du ganz natürlich in dieser Beziehung verdienst. Es ist gut und wichtig, dass du diesen Punkt so klar erkennst, denn das hilft dir, aus der Traurigkeit weiter in die Klarheit und damit Wege zu finden, mit deiner Situation einen guten Umgang zu finden.
                    Schön, dass du hier bist!
                    Liebe Grüße

                    Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀

                  • Britta veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

                    vor 3 Monaten

                    Hallo!

                    Ich heiße Britta, bin 57 Jahre alt, habe drei Kinder, die ich über viele Jahre allein großgezogen habe. Als mein damaliger Mann uns verließ, war mein ältester Sohn 8, der jüngste 2.

                    Die Einstellung “Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner” kenne ich auch. Ich habe während der 14 Jahre, die ich mit den Kindern allein war, immer mal wieder eher halbherzige Versuche unternommen, einen neuen Partner zu finden, konnte mir aber im Grunde nie vorstellen, dass jemand sich wirklich ernsthaft für mich interessieren könnte.

                    Seit ca. 2 Jahren habe ich jetzt einen neuen Partner, der noch seine eigene Wohnung hat, aber an einigen Tagen der Woche aber bei mir wohnt und auch jedes Wochenende bei mir verbringt.

                    Während ich mich in den Jahren, in denen ich allein war, im Prinzip stark und unabhängig fühlte, erlebe ich jetzt in der Beziehung, dass mein Wohlbefinden stark abhängig ist von der Zuwendung meines Partners. Wenn er nicht bei mir übernachten will oder Dinge ohne mich unternimmt, empfinde ich das ganz schnell als Zurückweisung, obwohl mein Verstand mir sagt, dass das Quatsch ist. Wir haben schon oft darüber geredet, dass ich mehr Zuwendung auch im Kleinen brauche, um mich sicher zu fühlen – mal eine nette Whatsapp, mal ein Blümchen, das Gefühl, dass er sich auch nach mir sehnt, wenn wir nicht zusammen sind. Da er selbst sehr unabhängig ist und genauso zufrieden mit sich allein wie mit mir zusammen ist, bleiben diese kleinen Dinge aber aus und ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mein ganzes Leben nur an ihm ausrichte.

                    Anders als andere hier kann ich nicht so genau sagen, woher das kommt, aber das versuche ich ja jetzt herauszufinden. Ich möchte gerne zurück zu meinem starken, unabhängigen Ich.

                    Lea (Moderatorin), Marlene und 3 others
                    1 Kommentar
                    • Liebe Britta,
                      ich spüre sehr deutlich, wie viel Stärke in dir steckt und gleichzeitig, wie verunsichernd sich diese neue Dynamik anfühlt. Solange du allein warst, konntest du dich stabil und unabhängig fühlen. In der Nähe zu einem anderen Menschen werden dann aber Bedürfnisse aktiviert, die vorher gar nicht so sichtbar waren. Es ist also nicht so, dass deine Stärke weg ist, sie wird nur gerade von einem anderen Anteil überlagert, der sich nach Sicherheit und Bestätigung sehnt. Dein Wunsch nach kleinen Zeichen von Zuwendung ist absolut legitim. Gleichzeitig scheint dein Partner ein anderes Nähe-Distanz-Bedürfnis zu haben. Diese Kombination kann leicht dazu führen, dass du dich immer mehr ausrichtest und er eher in seiner Unabhängigkeit bleibt. Und genau das verstärkt dann wieder dein Gefühl von Unsicherheit. Nun geht es darum, wieder eine Verbindung zu dir selbst, die auch in Beziehung stabil bleibt, zu finden. Schön, dass du dich nun hier auf den Weg machst.
                      Liebe Grüße
                      Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie☀

                    • Nena veröffentlichte etwas Neues vor 3 Monaten

                      vor 3 Monaten

                      Emotionale Abhängigkeit

                      Hallo,

                      hinter mir liegt eine 12jährige Beziehung, davon 6 Jahre toxisch on/off. Die extreme Abhängigkeit und Unterwürfigkeit von meinem Ex-Partner führte erst mich, später uns beide in die Therapie und Paartherapie. Es hat lange gedauert bis seitens der Therapeutin die Abhängigkeitsstörung/Persönlichkeitsstörung bei meinem Ex bestätigt wurde. Er ist sehr geschickt, die Meinung seines Gegenübers mit eigenen Eorten zu spiegeln. Die wichtige No-Contact-Phase halte ich bisher nicht dauerhaft durch und leide wohl ebenfalls unter emotionaler Abhängigkeit / Bindungsangst, nur nicht so extrem wie man Ex. Als Stärkere Person muss ich es jetzt unbedingt schaffen. Mein Ex ist psychisch wie physisch sehr belastet.

                      Ich selbst bin ungewollt und wurde als Kind von meiner Mutter abgelehnt, aber “durchgebracht” und bin ohne emotionale Zuwendung aufgewachsen. Meine Mutter hat narzisstsche Züge. Ich ertrage die aktuelle “Ablehnung/Verurteilung” meines Ex nicht, obwohl ich weiß, dass diese vorrangig sich in meinem Kopf abspielt.

                      Ich erhoffe mir von dem Kurs, eine bessere Selbstakzeptanz und hoffe mir selbst die Liebe und Anerkennung geben zu können, die ich bisher im Außen gesucht habe. Ich hatte ggü. meinem Ex immer das Bedürfnis ihm zu helfen, zu retten. Dabei sind mir meine Muster (Mutter der Kindheit) erst spät (zu spät) bewußt geworden.

                      Ich wünsche mir eine Reife neue Beziehung auf Augenhöhe.

                      Love
                      SM2507, Lea (Moderatorin) und 5 others
                      5 Kommentare
                      Weitere Kommentare anzeigen
                      • Das mit dem helfen wollen kenne ich auch zu gut.

                        2
                        • Hej Nena. Danke für deine Offenheit. Erstmal möchte ich Dir mein Mitgefühl ausdrücken. Für mich ist Deine Geschichte spannend, da ich eher davon ausging dass “nur” Paarungen Bindungsangst und Verlustangst nicht funktionieren. Dass es auch bei Verlustangst auf beiden Seiten so schwierig wäre hätte ich nicht gedacht.

                          Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute auf Deinem Weg

                          1
                          • Weitere Kommentare anzeigen
                        • Mehr anzeigen
                        Hilfe & Kontakt

                        Du hast eine Frage? Wir sind für dich da!

                        Unser Team kümmert sich um dein Anliegen – du erhältst spätestens in 48 Stunden eine Antwort von uns.

                        Brauchst du gerade zusätzliche Unterstützung?
                        Wir haben einige Informationen und Hilfsangebote für dich zusammengestellt, die über das Angebot hier in der Akademie hinausgehen. Hier klicken und mehr Unterstützung finden.

                        Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

                        Mehr Informationen