Mariechen veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
Hallo Miteinander,
Ich habe eine Frage zur Überanpassung.
Wenn ich mit anderen , meinem Mann eingeschlossen, Zeit verbracht habe, brauche ich danach und generell viel Zeit für mich allein. Da kann ich dann durchschnaufen und gefühlt sein wie ich bin. Ich nehme mal an, dass das die Überanpassung ist , die ich bei anderen praktiziere. Was kann ich konkret machen, dass sich das ändert.
Liebe Grüße Maria
2 KommentareLiebe Maria,
danke dir für deinen Beitrag. Ich kann das total gut verstehen, merke das selbst auch und wäre auch einer Hilfestellung oder einer Art Mantra hierzu interessiert, was man sich innerlich vielleicht selbst bewusst sagen kann.
Viele Grüße
Constanze
1Liebe Maria,
Wenn du in Gesellschaft – selbst mit Menschen, die dir nahestehen – unbewusst viel Energie darauf verwendest, dich anzupassen, auf andere zu achten oder dich zurückzunehmen, ist es ganz verständlich, dass dein Nervensystem danach Zeit braucht, um wieder bei sich selbst anzukommen. Ein erster wichtiger Schritt ist, überhaupt wahrzunehmen, wann und wie du dich anpasst. Frag dich zum Beispiel nach einem Treffen: Wo habe ich mich zurückgenommen? Habe ich meine Bedürfnisse oder meine Meinung aus Angst vor Ablehnung nicht geäußert? Oder war ich die ganze Zeit damit beschäftigt, auf die Stimmung der anderen zu achten?
Veränderung entsteht meist nicht dadurch, dass du dich von heute auf morgen gar nicht mehr anpasst. Viel hilfreicher ist es, im Alltag kleine Momente zu üben, in denen du bei dir bleibst – zum Beispiel deine Meinung auszusprechen, eine Pause einzufordern oder ehrlich zu sagen, was du gerade brauchst. Und noch etwas: Dass du Zeit für dich brauchst, muss nicht ausschließlich ein Zeichen von Überanpassung sein. Viele Menschen brauchen nach sozialen Kontakten einfach Zeit zum Auftanken. Entscheidend ist eher die Frage, warum du sie brauchst: Weil soziale Kontakte dich grundsätzlich viel Energie kosten – oder weil du währenddessen ständig über deine eigenen Grenzen gehst?Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie1
Volki71 veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
geghosted
Moin,
ich bin 55 Jahre alt, seit 25 Jahren mit meiner Frau zusammen. Vorher war ich ein “absolute beginner”, hatte also vorher keine Freundin, für uns beide ( sie ist 6 Jahre jünger) war es das erste Mal.
Sind seit fast 23 Jahren mit allen Höhen und Tiefen verheiratet, haben eine bald 16 jährige pubertierende Tochter..
Nun bin ich in einer Sinnkrise ( Wechseljahre ? midlifecrisis ?). Ist das noch alles gut, bin ich glücklich ? Will ich die Beziehung ? Oder noch andere Frauen daten und…. ?
Meine Frau ist seitdem wir zusammen sind wie eine Kompanie die zu mir steht und hat so manche Anfeindungen meiner Familie abbekommen, ist also kein “Fan” meiner Familie, v.a. meines Vaters der ein Nazi ist ( wie auch meine Schwester mit ihrem Arschloch Mann der mich wegen eines ironischen Postes gegen die A*D übelst beleidigt hat).
Ich habe das meinem Vater erzählt. Er hat keine Partei für mich ergriffen. Sein lieber Schwiegersohn scheint ihm wichtiger zu sein.. Seitdem gehe ich auf sachliche Distanz zu meinem Vater er wird mir niemals die Liebe geben die ich verdiene. Meide ihn bzw die feine Familie. Dafür werde ich natürlich ( und v.a. meine Frau!) angefeindet.
Ich rede seit Jahrzehnten mit meinem Vater und versuche, ihm meine Situation klar zu machen. Als ich (seinerzeit) halt keine Freundin abbekommen habe, nein, bin nicht schwul, hatte ich versucht, den Druck loszuwerden ( muss ja ein Stammhalter gezeugt werden !).
Als meine “böse” Frau dazu kam hat er sie abgelehnt. Zu unbequem, hat sich der Familie und der lieben Schwiegermutter nicht untergeordnet ( meine Mutter hatte ihr mitgeteilt wie das läuft, also sich ihr unterordnen weil sie ja die Mama der Famile ist.. ist klar, nech ? !). Tja, lief nicht so…
Ich habe vor gut einem Jahr beim Spazierengehen eine nette und hübsche Nachbarin kennengelernt, die das absolute Gegenteil meiner Frau ist. Nein, ich bin nicht fremd gegangen aber habe zT sehr persönliche Nachrichten ausgetauscht. Es hat mir geschmeichelt dass sich eine so hübsche Frau für mich interessiert. Habe mich in sie verguckt, wollte ihr gefallen. Habe 18 kg in 12 Monaten verloren. Sie hat massiv Druck ausgeübt dass ich mich von meiner Frau trennen soll (wir passen doch gar nicht zusammen) ( sie war zwei mal verheiratet, ist Single, will im Augenblick nix mit Männern haben, zu negative Erfahrungen, hat sich aber lt eigenem Bekunden ganz gut durchgevögelt, was sie mir unbedingt mitteilen musste). Sie hat NULL Empathie, vielleicht ist sie nicht nur mit einem Narzisten verheiratet gewesen sondern hat auch massive Anteile Narzismus ? Ich vermute, wenn ich 4 Meter springe springt sie 6.. sie toppt alles. Ist extrem.
Jetzt ist mir das zu viel geworden, ich hatte von ihrem Druck und den wilden Stories aus ihrem wilden Leben schlaflose Nächte, denke laufend an sie ( wohnt wenige Meter entfernt in der Nachbarschaft in einer Seitenstraße, geht mit ihrem Hund bei uns vorbei ich sehe sie also regelmäßig..). Und ich bin nicht runter gekommen. Dann war ich irre aufgeregt, weil ich in den Betriebsrat gewählt wurde und ich davor auch Angst hatte was da auf mich zukommt.
Also hatte ich um Reduktion des Kontaktes gebeten.
Seitdem ghostet sie mich und schaut mich mit dem Arsch nicht mehr an.
Ich leide wie Hulle was nicht wirklich cool für meine Familie ist, die wissen ja was los ist, ich habe denen alles erzählt. Das war auch nicht nett für meine Frau…
Nach allem was ich meiner Frau bisher und v.a. in den letzten Monaten angetan habe.. die hätte mich längst vor die Tür setzen können und das mit Recht !
Seit 4 Wochen mache ich jetzt eine Therapie, um meine Themen zu bearbeiten.
Ich denke dass die Nachbarin den kleinen Jungen in mir getriggert hat der ihr gefallen wollte, der die Liebe seiner Eltern nie richtig bekommen hat. Und jetzt ist er auch noch von ihr verlassen worden was mich irre triggert.
Ich versuche, das abzuschliessen, aber das ist schwer.
Heute habe ich einen Brief an mein inneres Kind geschrieben.
Das war krass, aber tat gut.
Meine “Rache” an meiner Nachbarin ist es jetzt, mich endlich mehr meiner Frau und Tochter zuzuwenden, mich mehr mit den beiden verbinden und endlich glücklich werden.
Die Nachbarin ist eifersüchtig dass ich eine Beziehung habe, dass ich wieder mit tanzen angefangen habe ( da haben wir uns kennengelernt) das hat der Nachbarin auch nicht gepasst.. Oje.
Tja, und nun betrachte ich die Wege um unser Haus und wo ich sie beim Spazierengehen getroffen habe als mein “Revier”, sollte sie mir über den Weg laufen werde ich nur noch lächeln. Sie geht mir aus dem Weg, hat sich also ihr eigenes Gefängnis geschaffen.
Wie blöde ist das denn ?
So, das ist in kürze was mich gerade beschäftigt, bin auf feedback gespannt.
Lieber Volki,
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Geschichte so ausführlich mit uns zu teilen. Man spürt beim Lesen, wie viele unterschiedliche Themen dich gerade gleichzeitig beschäftigen und wie sehr dich das emotional fordert.
Besonders deutlich wird, dass dich die Beziehung zu deinem Vater und die Erfahrungen in deiner Herkunftsfamilie schon sehr lange begleiten. Gleichzeitig stehst du an einem Punkt, an dem du deine Ehe, deine eigenen Bedürfnisse und deine Zukunft hinterfragst. Dass dann die Begegnung mit der Nachbarin so viel in dir ausgelöst hat, scheint weniger nur mit ihr als Person zu tun zu haben, sondern auch mit Themen, die schon viel länger in dir wirken. Es ist verständlich, dass dich das ins Wanken gebracht hat.
Umso wichtiger finde ich, dass du bereits begonnen hast, dich damit auseinanderzusetzen. Dass du eine Therapie machst, dich mit deinem inneren Kind beschäftigst und versuchst zu verstehen, was hinter deinen Gefühlen steckt, sind wertvolle Schritte. Das braucht Mut und die Bereitschaft, sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Auch deine Gedanken zu deiner Frau sind beim Lesen sehr präsent. Es klingt so, als würdest du ihre Loyalität und Unterstützung heute noch einmal mit einem anderen Blick sehen. Das kann eine wichtige Grundlage sein, um zu schauen, wie es für euch als Paar weitergehen kann.
Ich wünsche dir, dass du hier einen offenen Austausch findest. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Manchmal entwickeln sich neue Perspektiven erst nach und nach. Schön, dass du da bist.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
1
Mariechen veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
Hallo, Ich heiße Maria und bin neu im Kurs “Beziehungen auf Augenhöhe führen”.
Mein Problem ist die schlechte Kommunikation in der Beziehung und dass mein Mann so aufgewachsen ist, dass nur Kritik weiterbringt. Mich verunsichert das aber und ich habe das Gefühl, nichts richtig zu machen. Er weiss auch immer alles besser. Nach Streit reden wir tagelang nicht miteinander,
Ok, das reicht erst mal, Viele Grüße Maria
Liebe Maria,
danke, dass du deine Situation mit uns teilst. Es klingt so, als würdest du in deiner Beziehung unter der Art der Kommunikation sehr leiden. Wenn man häufig kritisiert wird und das Gefühl hat, den eigenen Ansprüchen oder denen des Partners nie zu genügen, kann das das Selbstvertrauen stark belasten.
Du beschreibst auch, dass dein Mann mit Kritik aufgewachsen ist und diese Form des Umgangs für ihn vielleicht selbstverständlich geworden ist. Das kann helfen, sein Verhalten einzuordnen. Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass du dich damit wohlfühlen oder es einfach hinnehmen musst. Deine Bedürfnisse nach Wertschätzung, Verständnis und einem respektvollen Miteinander sind genauso wichtig.
Belastend klingt auch, dass nach einem Streit tagelang Funkstille herrscht. Das kann sehr einsam machen und verhindert oft, dass Konflikte gemeinsam verarbeitet werden.
Ich hoffe, dass du hier einen geschützten Raum findest, in dem du wertvolle Impulse bekommst und ihr Schritt für Schritt zu mehr Augenhöhe in der Beziehung findet!
Willkommen bei uns!
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
Liebe Annalena,
Vielen Dank und ja, das ist meine Hoffnung, liebe Grüße Maria
Lea (Moderatorin) veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
Reminder Austauschrunde
Hallo ihr lieben,
hier ein kleiner Reminder für unsere Austauschrunde heute Abend um 18 Uhr.
Ich freue mich auf euch. Den Link für die Zoom Sitzung findet ihr wie immer im Event Kalender und ich habe ihn euch auch nochmal hier reinkopiert: https://us06web.zoom.us/j/87569984053?pwd=yUEKZwsE11KoLvG4rNuLfPhjOghIfY.1Bitte denkt dran, pünktlich zu kommen. Ich schließe den Warteraum nach 5 Minuten, damit wir in Ruhe anfangen können.
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀Hier der Link zum Feedback: https://form.typeform.com/to/WmDgIF96
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!Ich habe bereits vor längerem an den Kontakt geschrieben, dass 18 Uhr bzw. 18.05 Uhr für mich nicht machbar ist. Ich arbeite bis 18 Uhr.
Julia veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
Wenn ich gestresst bin, dann kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Die gedankliche Anstrengung, wichtige Infos o.ä. trotzdem zu finden, stresst mich dann noch mehr. Wenn irgenwie möglich lasse ich dann alles stehen und liegen und mache etwas ruhiges.
Lea (Moderatorin) veröffentlichte etwas Neues vor einer Woche
Willkommen zum Wochenimpuls
Die To-do-Liste ist mal wieder endlos, die Schultern verspannt, der Kopf voll, der Magen zieht sich zusammen. Plötzlich ist alles zu viel – und du merkst: Ich bin gerade richtig gestresst! Und nicht zum ersten Mal fragst du dich: Wie konnte es schon wieder so weit kommen? Schon wieder zu spät gemerkt, dass das Fass sich langsam füllt – und jetzt kurz vorm Überlaufen steht. Diese Woche drücken wir gemeinsam auf Pause. Wir spulen zurück und fragen uns: Wann hat der Stress eigentlich angefangen? Und: Wie kann ich früher erkennen, wenn das Fass sich bedenklich füllt? Welche Frühwarnzeichen zeigt mir mein Körper, mein Denken, mein Verhalten?
Die Challenge:
✨ Finde deine ganz persönlichen Stress-Frühwarnzeichen.
Was passiert bei dir, wenn sich innerer Druck aufbaut? Woran merkst du, dass du nicht mehr ganz bei dir bist? Sind es körperliche Signale – wie verspannte Schultern, flacher Atem oder Kopfschmerzen? Oder eher Gedanken wie „Ich muss noch …“, „Ich darf jetzt nicht schwach sein.“?
Warum das wirkt:
Stress kündigt sich oft leise an. Wenn du lernst, deine ganz persönlichen Frühwarnzeichen ernst zu nehmen, kannst du gegensteuern – bevor der Akku leer ist.
Selbstfürsorge bedeutet nicht nur, sich Auszeiten zu nehmen, sondern auch zu spüren: Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem mein Fass voll ist und ich etwas tun muss, bevor es überläuft.
So funktioniert’s:
1. Reflektiere diese Woche: Welche kleinen, vielleicht unscheinbaren Zeichen zeigen dir, dass du im Stressmodus bist? Achte dabei auf deine Gedanken und Gefühle, deinen Körper und dein Verhalten.
2. Teile deine Erkenntnisse hier unter dem Post. Je mehr wir sammeln, desto besser können wir voneinander lernen, achtsamer mit uns selbst zu sein.Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl AkademieIch merke es, dass ich nur noch organisiere in den Gedanken und alles Schöne für den Tag rausstreichen muss, immer das Pensum zu schaffen
Constance veröffentlichte etwas Neues vor 2 Wochen
vor 2 Wochen (bearbeitet)
Hallo,
mein Name ist Constance und ich bin im Kurs Beziehungen auf Augenhöhe führen.
Ich bin 42 Jahre alt, war aber mein ganzes Leben extrem ängstlich (panische Angst vor Männern, Aggressionen; Soziale Ängste) und deswegen extrem angepasst. Ich war immer von Menschen umgeben, die psychische Gewalt angewendet haben und meine Ängste zu ihrem Vorteil ausgenutzt haben.
Während einer psychischen Krise habe ich mich von immer mehr Menschen in meinem Umfeld getrennt, was sehr hart war, da davon auch alle langjährige Freundinnen betroffen waren. Im Moment muss ich wirklich sagen, dass ich Menschen überhaupt nicht mehr mag und ich das Gefühl habe, dass ich nur Menschen, die mich schlecht behandeln anziehe bzw. einfach wegen meiner Ängstlichkeit und meinem niedrigen Selbstwert unfähig bin Menschen dazu zu bringen mich gut zu behandeln.
Momentan bin ich gerade bei meiner Tante auf Urlaub. Bei ihr war ich mir immer total sicher, dass ich ihr vertrauen kann, aber desto positiver ich bin, desto mehr kommen einschränkende, limitierende oder wertende Aussagen, die schon das Potential haben, wenn sie minimal unformuliert werden verletzend sein zu können bzw. Wunden zu verstärken, die sowieso schon sehr tief sind. Das ist mir bisher immer passiert, wenn ich angefangen habe mich selbst zu zeigen oder ich selbst zu sein. Bisher hatte ich einfach viel zu große Angst vor Konflikten bzw. vor Beschämung, Gaslighting, runter machen um mich da zu wehren. Ich bin da ganz extrem gehemmt.
Ich bin sehr schockiert darüber jetzt auch bei meiner Tante das Gefühl zu haben, dass sie nur nett zu mir ist, wenn es mir so schlecht wie möglich geht. Seit einer Weile fühle ich mich als wäre ich verflucht, weil ich es einfach nicht aus eigener Kraft schaffe aus dieser Dynamik herauszukommen.
Ich dachte wirklich ich kann von meiner Tante lernen wie sich sichere Beziehungen anfühlen.. Vielleicht doch nicht (?). Ich habe da aber seelisch auch gerade absolut keinen Spielraum für weitere schlechte Erfahrungen und reagiere deshalb auf alles schon sehr schnell und stark. Außer meiner Tante habe ich aber zur Zeit niemandem dem ich genug vertraue um überhaupt gemeinsam Zeit verbringen zu wollen. Gerade ist einfach hauptsächlich rein das mir bewusst werden der bisherigen Dynamiken für mich schon ausreichend Anstrengung.
Was Therapie angeht bin ich da nach 17 Jahren gerade nicht sehr motiviert und habe da gerade auch kein Vertrauen mehr.
Vielleicht hat ja jemand von euch Tipps oder mag sich austauschen. Das würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Constance
Liebe Constance,
vielen Dank, dass du hier so offen und schon wahnsinnig reflektiert über deine Erfahrungen und Gefühle schreibst. Ich finde es erstmal sehr verständlich, dass du dich nach so vielen belastenden Erfahrungen in Beziehungen unsicher, gehemmt und erschöpft fühlst. Schon alleine das Bewusstwerden der bisherigen Dynamiken ist ein wichtiger Schritt und kann sehr anstrengend sein. Es ist daher okay, dass du gerade wenig Spielraum für weitere intensive Erfahrungen hast.
Ein paar Gedanken, die dir vielleicht helfen können:
Abstand und Selbstschutz: Es ist völlig legitim, dich aktuell auf dich selbst zu konzentrieren und dich von Menschen zu distanzieren, bei denen du nicht genügend Sicherheit spürst. Du darfst die eigenen Grenzen klar wahrnehmen und wahren, auch gegenüber nahen Familienmitgliedern.
Sichere Anker schaffen: Finde kleine Momente oder Menschen, die dir kurzfristig Sicherheit geben, z. B. Haustiere, Routinen oder beruhigende Übungen. Das kann helfen, die Reizüberflutung zu reduzieren, wenn alte Dynamiken wieder hochkommen.
Gefühle spüren, ohne sofort handeln zu müssen: Zum Beispiel können dir Achtsamkeitsübungen oder kurze Atemübungen helfen, Emotionen wahrzunehmen, ohne dass sie dich direkt überfordern oder zu impulsiven Reaktionen führen. Du kannst z. B. innerlich „Jetzt spüre ich, dass ich wütend/traurig/verunsichert bin“ sagen, ohne dich direkt mit der anderen Person auseinanderzusetzen.
Auch wenn du aktuell wenig Vertrauen in Therapie hast, könnten kurze Selbsthilfeübungen oder moderierte Gruppensitzungen eine Möglichkeit sein, Unterstützung zu bekommen, ohne dich überfordert zu fühlen.
Wichtig ist: Du musst gerade nicht alles alleine lösen, und es ist okay, Grenzen zu setzen. Selbstbewusst auf dich zu achten, ist ein Schritt hin zu mehr Sicherheit und Selbstwert. Ich finde es erstmal schön, dass du hier bist und dir selbstständig die Unterstützung suchst, die du brauchst.
Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie- View 1 reply
piims veröffentlichte etwas Neues vor 2 Wochen
Das Kind in dir muss Heimat finden
Hallo liebe Community,
Ich bin 27 und mache seit Kurzem den Kurs das Kind in dir muss Heimat finden. Bisher finde ich es in vielen Aspekten echt hilfreich, vor allem auf der theoretischen Ebene verstehe ich dadurch ganz viel.
Trotzdem komme ich immer wieder an die Punkte, an denen ich merke, dass ich nicht so richtig in die Umsetzung komme, das heißt, ich schaffe es irgendwie noch nicht richtig mich anders zu verhalten. Das ist vor allem in meiner Beziehung zu meinem Freund ein Thema.
Ich schreibe jetzt diesen Beitrag hier, weil ich gerade merke, dass ich gar nicht aus meinen Gedankenspiralen rauskomme und die ganze Zeit darüber nachdenke, wie ich mich die letzten Tage verhalten habe und dass ich mich darüber ärgere und es so gerne anders schaffen würde. Und ich mache mir Sorgen, dass ich dadurch auch meinen Freund verliere, ich habe sehr große Verlustangst und dann suche ich die ganze Zeit nach Bestätigung bei ihm. Es gelingt mir gerade akut einfach gar nicht, aus meinen Sorgen und Ängsten und Gedanken rauszukommen und ich weiß nicht so richtig, was ich einerseits dafür machen kann und andererseits weiß ich auch nicht, wie ich es schaffe, wirklich vom Verstehen mal in die Verhaltensänderung zu kommen. Ich dachte, vielleicht hilft es mir, wenn ich das hier schonmal so aufschreibe. So eine Community ist ja auch was sehr Wertvolles und Hilfreiches. Vielleicht gibt es ja Menschen hier, die ganz ähnliche Erfahrungen haben.
Danke fürs Lesen! 😊
Liebe Grüße, Pia
Liebe Pia,
danke, dass du deine Situation hier so offen teilst. Es tut mir leid zu lesen, dass du das grade durchmachst. Vielleicht haben andere Mitglieder Ähnliches erlebt und können dir ihre Strategien mitteilen oder einfach Erfahrungen teilen.
Es klingt für mich als wärst du grade in einer Grübelschleife gefangen. Grübeln zeichnet sich dadurch aus, dass der Denkprozess nicht zu einer Lösung führt, sondern sich weiter in Schleifen dreht. Das ist ein sehr unangenehmer Zustand. Um aus starken Sorgen, Ängsten und Gedanken rauszukommen, kannst du akut versuchen durch Reize, wie eine kalte Dusche, einen sauren Bonbon oder die 5-4-3-2-1 Methode (5 Dinge aufzählen, die du grade siehst, 4, die du hörst, 3, die du fühlst, 2, die du riechst und eins, das du schmeckst). Das kann helfen aus dem Alarm-Modus rauszukommen.
Dieses Grübeln passt auch gut zu dem, was du beschrieben hast. Es ist eine Art Schutzmechanismus, um nicht an dahinterliegende, häufig schmerzhafte Gefühle ranzukommen. Eventuell hast du in deiner Biografie Verluste erlebt, die so schmerzhaft waren, dass du sie nicht verarbeiten konntest und diese Gefühle kommen in aktuellen Situationen wieder hoch.
An manche Gefühle kommen wir nicht ran, weil sie zu schmerzhaft sind, um sie allein zu tragen. Wenn du das Gefühl hast, das könnte bei dir der Fall sein, würde ich dir empfehlen, dir professionelle Unterstützung zu suchen. Hier findest du Tipps für die Suche nach der passenden Unterstützung: https://meine.stefaniestahlakademie.de/wp-content/uploads/2026/06/Weitere-Unterstuetzungsangebote.pdf
Ich bin gespannt, ob andere Menschen hier ähnliche Erfahrungen kennen und dir noch weitere Impulse gegen können.
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
1
M0_nika veröffentlichte etwas Neues vor 2 Wochen
Hallo liebe Community,
ich heiße Monika und wohne in einer großen Stadt aber bin ursprünglich in ländlicher Umgebung aufgewachsen. Der letzte Auslöser mich für diesen Kurs bei der Stefanie Stahl Akademie zu buchen war eine Beziehungskrise in der mein Selbstwert ins Wanken gekommen ist. Ich war noch nie besonders selbstbewusst und habe gemerkt, dass ich mich festigen muss, um auch in schweren Phasen bei mir zu sein und nicht ins Wanken zu geraten.
Ich bin schon gespannt wies mit dem Kurs weitergeht und bin stolz auf mich, dass ich mich überwunden habe dies mit euch zu teilen.
Ganz liebe Grüße
MonikaLiebe Monika,
schön, dass du hier bist. Dass der Selbstwert durch eine Beziehungskrise ins Wanken gerät, kennen viele. Das kann sich nach einem Kontrollverlust anfühlen – besonders, wenn dein Selbstbewusstsein schon vorher nicht sehr ausgeprägt war. Umso schöner, dass du dich entschieden hast, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und hier zu schreiben.
Willkommen bei uns! Ich wünsche dir viele hilfreiche Impulse Aha-Erlebnisse!
Liebe Grüße
Annalena aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀
Lea (Moderatorin) veröffentlichte etwas Neues vor 2 Wochen
Willkommen zum Wochenimpuls
Wann warst du das letzte Mal auf einem Date – mit dir selbst? Würdest du dich mal wieder auf einen Kaffee einladen? Oder dir bewusst Zeit schenken für etwas, das dir wirklich gut tut? In dieser Woche geht es genau darum: eine Verabredung mit dir selbst. Ein Moment nur für dich, fern von To-dos und Erwartungen. Statt darauf zu warten, von jemand anderem eingeladen zu werden, laden wir uns einfach selbst ein.
Die Challenge:
✨ Plane ein Solo-Date mit dir selbst.
Stell dir vor, du würdest dich selbst zu einem kleinen Date einladen. Nur du, deine Zeit, deine Wünsche. Was würdest du gerne tun? Was würde dir gut tun und dir das Gefühl geben, verbunden mit dir selbst zu sein?
Warum das wirkt:
Sich selbst Zeit zu schenken ist ein kraftvoller Akt der Selbstzuwendung. Wenn du dir selbst Aufmerksamkeit schenkst, zeigst du dir: Ich bin wichtig. Ich bin es wert, Zeit mit mir zu verbringen. Denn du bist der Mensch, mit dem du dein ganzes Leben verbringst. Lern dich kennen. Komm dir nah. Du darfst einfach da sein – neugierig, entspannt, verspielt oder nachdenklich. Genau so, wie du dich in diesem Moment fühlst.
So funktioniert’s:
1. Überlege dir, worauf du bei einem Solo-Date mit dir selbst Lust hast.
2. Teile deine Ideen hier unter dem Post. Egal ob kreativ, gemütlich, mutig oder verrückt – wir sammeln diese Woche Inspirationen für Auszeiten mit uns selbst.Liebe Grüße
Lea aus dem Team der Stefanie Stahl Akademie ☀- Mehr anzeigen